Das Schweigen brechen

borderline-europe ist als gemeinnütziger Verein unabhängig von politischen Parteien oder Regierungen. Unsere Arbeit ist als Akt des zivilen Widerstands gegen die Abschottung der EU und ihre tödlichen Folgen gedacht. Ziele sind die umfassende Information der Öffentlichkeit, die Vernetzung europäischer Initiativen und die Lobbyarbeit auf nationaler- und EU-Ebene.

 
Die täglichen Dramen
20.05.2013, tagesschau.de

Im Gummiboot am Radar vorbei

Große Schiffe kann die Technik der spanischen Grenzschützer schnell entdecken. Immer mehr Flüchtlinge aus Afrika versuchen daher, in Gummibooten über die Meerenge von Gibraltar zu kommen. Für die Helfer wird es damit schwer, sie zu retten. An der Meerenge von Gibraltar wacht die Guardia Civil mit einer Art "elektronischem Grenzzaun" aus Kameras, Infrarot und Radar. Das so genannte "SIVE" ist so effektiv, dass es die Flüchtlingsströme von Nordafrika nach Spanien entscheidend beeinflusst hat.

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Region(en): Spanien, Nordafrika, Europäische Union

 

20.05.2013, main post

Europa mus sich öffnen!

Karl Kopp von Pro Asyl die Radikalität der Flüchtlingsabwehr: „Europa lässt so viele Menschen auf schäbigste Weise an den Außengrenzen sterben. Damit ist unser moralischer Standard weit unter Null.“Statt die Rechte von Flüchtlingen zu beschneiden, forderte Kopp die Öffnung von Europas Grenzen: „Nur durch Legalisierung und Entkriminalisierung kann das Sterben der Menschen verhindert werden. Nur so ist es auch möglich, gegen die wachsende Schlepperindustrie vorzugehen.“ Allen, die Angst vor zu hohen Kosten durch die Aufnahme von Flüchtlingen haben, hält der Pro Asyl-Aktivist die immensen Summen für die Abwehr von Flüchtlingen vor Augen.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

20.05.2013, Comprendes

11 Flüchtlinge vor Mogán gerettet

Das Seenotrettungsschiff "Menkalinan" hat am vergangenen Samstagabend rund 7 Seemeilen vor Mogán ein Flüchtlingsboot mit 11 Menschen aus dem subsaharischen Raum aufgebracht. Ein Fischer hatte gegen 18:50 Uhr sie Seenotrettungsstelle informiert. Das Boot der Schwarzafrikaner wurde in den Hafen von Arguineguín geschleppt. Bei den aufgegriffenen Flüchtlingen handelt es sich ausschließlich um junge Männer. Die Behörden gehen davon aus, dass sich unter der Gruppe auch Minderjährige befinden.

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Region(en): Spanien

 

18.05.2013, the voice forum

Italien: Migranten besetzen ehmaliges Olympiadorf

Am 30. März besetzte eine Gruppe von rund 200 abgewiesenen Asylantragstellern und Flüchtlingen die leerstehenden Gebäude des ehmaligen olympischen Dorfes in Turin. Der Protest galt der Entscheidung der italienischen Regierung die Asyl- und Flühtlingsunterkünfte, die während des "Notstand Nordafrika" errichtet wurden, zu schließen. Sie fordern das Recht auf eine Unterkunft.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union

 

18.05.2013, le monde

Teure Abschiebepraktiken in den Niederlanden

Fünf Mal reiste eine Delegation guineeischer Polizisten im vergangenen Jahr in die Niederlande, um dort im Auftrag des Ministeriums für Justiz und Sicherheit Ausweispapiere an guineeische Migranten und Flüchtlinge zu verteilen, die ohne gültige Papiere in den Niederlanden leben, und deren Abschiebung zu veranlassen – was dem niederländischen Staat insgesamt 117.000 Euro wert war. Nicht nur Politiker zeigen sich entsetzt über diese Art und Weise der Abschiebung, die in manchen Fällen sogar dazu führt, dass den Menschen nach ihrer Ankunft in Guinea die Einreise verwehrt wird, und die sich der niederländische Staat überdies einiges kosten lässt

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Region(en): Europäische Union

 

18.05.2013, latina press

23 Flüchtlinge zurück nach Kuba

Die US-Küstenwache hat am Freitag (17.) 23 kubanische Migranten nach Bahia de Cabañas (Provinz La Habana) repatriiert. 12 der kubanischen Flüchtlingen waren am 10. Mai südlich von Islamorada (Gemeinde im Monroe County im US-Bundesstaat Florida) und 11 weitere am selben Tag südöstlich von Key West in behelfsmäßigen Booten aufgegriffen worden.

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Region(en): Weltweit

 

16.05.2013, barbara-lochbihler.de

Strukturelle Probleme bei Frontex nicht gelöst

Die Arbeit der EU-Grenzschutzagentur Frontex stand heute im Menschenrechtsausschuss des Europäischen Parlaments auf dem Prüfstand. An der Sitzung nahmen mehrere Experten teil. Zu der Anhörung erklärt die Ausschussvorsitzende Barbara Lochbihler: "Die Anhörung hat deutlich gemacht: Es ist weiterhin damit zu rechnen, dass bei Frontex-Einsätzen Menschenrechtsverletzungen verübt werden. Das die Grenzschutzagentur beratende Consultative-Forum und das neu geschaffene Amt eines Grundrechtebeauftragen können die strukturellen Probleme von Frontex nicht lösen, da sie über keinerlei Entscheidungsgewalt verfügen."

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Region(en): Europäische Union

 

16.05.2013, Radio Vatikan

Burma: Zyklon Mahasen gefährdet Flüchtlinge

„Was wir im Moment sagen können, ist dass es vor allem im Rakhaing-Staat eine sehr große humanitäre Krise gibt. 140.000 Menschen mussten aufgrund der Attacken dorthin fliehen und die meisten von ihnen gehören der Volksgruppe der Rohingya an. Sie leben in fürchterlichen, schmutzigen Camps für vertriebene Menschen. Die UNO-Flüchtlingsbeauftragte beschreibt diese Lager als die schlimmsten, die sie auf der ganzen Welt gesehen hat.”

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Region(en): Weltweit

 

16.05.2013, junge Welt

In der Wüste gestrandet

Mauretanien ist eines der ärmsten Länder in Afrika. Der trockene Wüstenstaat kann kaum seine eigenen dreieinhalb Millionen Einwohner ernähren. Doch seitdem in Mali ein blutiger Bürgerkrieg tobt, sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 70000 Flüchtlinge aus dem Nachbarland über die Grenze nach Mauretanien geströmt. Die libanesische Tageszeitung As-Safir schätzt ihre Zahl sogar auf 200000. Die meisten von ihnen leben in den Flüchtlingslagern.

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Region(en): Weltweit

 

16.05.2013, Die Welt

Tschetschenische Asylbewerber beunruhigen die Behörden

Die Zahlen der Asylbewerber aus der Russischen Föderation sind zuletzt derart drastisch gestiegen, dass die deutschen Sicherheitsbehörden alarmiert sind. Allein im April hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2055 Asylanträge von Bürgern der Russischen Föderation erhalten, mehr als doppelt so viele wie im März. Es handelt sich vor allem um tschetschenische Antragsteller, wie die "Welt" aus Sicherheitskreisen erfuhr.

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15.05.2013, SWR

Auch wenn es das Leben kostet

Gestrandet im Wald vor den Toren der Grenzstadt Oujda in Nordmarokko leben sie unter grünen Plastikplanen und warten - Flüchtlinge im Wartesaal nach Europa. "Die Menschen wollen doch nur Freiheit. Und Frieden. Menschenrechte. All das gibt es - aber nicht für uns, sondern nur für die Menschen in den reichen Ländern. Sogar Hunde haben in Europa einen Ausweis! Ein europäischer Hund ist mehr wert als ich! Wo ist die Gerechtigkeit?"

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Region(en): Nordafrika, Europäische Union

 

14.05.2013, taz

Staatenlose sterben bei Schiffsunglück

Bei einem Schiffsunglück vor der Westküste Birmas sind am Dienstag nach Angaben des Militärgeheimdienstes mindestens 50 Menschen ertrunken. Das Boot mit etwa 100 Personen an Bord sei eines von sechs gewesen, das Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Rohingya vor dem heraufziehenden Zyklon „Mahasen“ in Sicherheit bringen sollte.

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Region(en): Weltweit

 

14.05.2013, Kleine Zeitung

Flüchtlinge sanken vor Burma

Auf der Flucht vor einem nahenden Zyklon sind vor der Küste von Burma zwei Boote mit bis zu 200 Menschen an Bord gekentert. "Es gibt Überlebende, aber wir wissen nicht, wie viele", sagte UNO-Sprecher James Munn in Sittwe in Westbirma. An Bord waren nach seinen Angaben weniger als 200 Leute. "Wir schätzen, dass die Hälfte der Bootsinsassen noch vermisst wird", sagte ein Rotkreuz-Sprecher.

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Region(en): Weltweit

 

13.05.2013, junge Welt

»Wir sind hier und gehen nicht zurück!«

Lampedusa-Flüchtlinge: Den libyschen Rebellen entkommen, nach Italien geflohen und abgeschoben. Gespräch mit Claudio Feliziani, ein Ativist der »Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten«. Bei den Flüchtlingen, die auf Lampedusa angekommen sind, handelte es sich zum großen Teil um Menschen, die sich aus Libyen über das Meer zur süditalienischen Insel Lampedusa gerettet haben – sie wollten den Bombenangriffen der NATO und dem Bürgerkrieg entgehen.

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Region(en): Italien / Malta, Deutschland, Europäische Union

 

13.05.2013, Telepolis

Mittelmeer wird zum Testgebiet für Drohnen

Mehrere Länder testen Drohnen der Typen Predator und Heron für polizeiliche Zwecke. Die zivil-militärischen Forschungen werden von der EU finanziert. In einem weiteren millionenschweren Projekt forciert die Europäische Union die Aufklärung des Mittelmeers mit Drohnen, Satelliten und Ballons, die mit verschiedenen Sensoren bestückt werden können. Ziel ist das Aufspüren unerwünschter Migranten und Schmuggler. Damit geht die Aufrüstung des Drohnen-Fuhrparks von einigen EU-Mitgliedstaaten in eine neue Runde. Auch Bundespolizei und Bundeswehr profitieren.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

13.05.2013, Süddeutsche Zeitung

Küstenwache rettet 220 Bootsflüchtlinge

Mehr als 200 Bootsflüchtlinge sind im Mittelmeer vor der Küste Maltas und der italienischen Insel Lampedusa gerettet worden. Eine Gruppe von 83Migranten aus Somalia geriet etwa 31Seemeilen vor Malta in Not. Die italienische Küstenwache entdeckte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa zudem vor der Mittelmeerinsel Lampedusa südlich von Sizilien zwei Schlauchboote mit 139 Menschen an Bord. Sie hatten mit einem Notruf auf sich aufmerksam gemacht.

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Region(en): Italien / Malta, Europäische Union

 

13.05.2013, der Westen

Schleuser machen mit Kriegs-Flüchtlingen Kasse

Kriminelle Schleuser versuchen zunehmend, Menschen aus Bürgerkriegs- und Krisengebieten nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Allein am Wochenende griff die Bundespolizei am Grenzübergang Aachen insgesamt 33 Personen auf, die mit teils erstklassig gefälschten Ausweisen einzureisen versuchten, die meisten von ihnen per Fernbus – kein Einzelfall.

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

12.05.2013, migreurop

Asylbewerber in Kroatien

Auf der Konferenz „Croatie: Le paradis sur terre?“ sollte die Öffentlichkeit Anfang Mai über die Situation von Flüchtlingen in Kroatien aufgeklärt werden. In Filmen und Vorträgen berichteten Betroffene über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten im Asylbewerbungsprozess.

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Region(en): Osteuropa

 

12.05.2013, the voice forum

“Lampedusa in Berlin”

Grosser Aufruf und Einladung zur öffentlichen Kundgebung und Übergabe von Forderungen der streikenden Geflüchteten in Berlin an den UNHCR (Hoher Flüchtlngskommissar der Vereinten Nationen), Wallstraße 9-13, 10179 Berlin am Dienstag, 14.05.2013 um 11 Uhr - „Wir sind hier und gehen nicht zurück!“ (Inklusive Videos und Interviews!)

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Region(en): Deutschland, Europäische Union

 

12.05.2013, NDR

Frontex: Ein Grenzregime wird besichtigt

Die europäische Grenze soll abgeschottet werden. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex versucht, das gezielt zu verhindern. Doch Europas Außengrenzen lassen sich nicht hermetisch verschließen. Die Migrationsrouten verlagern sich, und an einigen wenigen Stellen konzentrieren sich Flüchtlinge und Migranten.

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Region(en): Europäische Union