Die Universität von Oujda liegt etwas außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe. Ein großer Komplex von Institutsgebäuden ist weiträumig über das riesige Gelände verteilt. Oujda liegt im Norden Marokkos und direkt an der Grenze zu Algerien. Melilla ist knappe zwei Autostunden entfernt - jene spanische Enklave in Marokko, die wie Ceuta von tiefen Gräben und hohen Zäunen umgeben ist und bewacht wird wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Wer es schafft, die Sperranlagen zu überwinden, ist in Europa angekommen.
24 Personen wurden von Hamburg nach Afrika abgeschoben
von 24 Flüchtlingen (4 aus Hamburg und 20 aus NRW, Rheinland-Pfalz und BaWü) wurden 6 nach Togo, 8 nach Benin und 10 nach Guinea (!!!) abgeschoben. Es war ein Flugzeug mir 167 Plätzen.
Jeder Flüchtling hatte 2-3 Sicherheitsbeamte um sich.
Bei der Aktion gestern am Flughafen waren ca. 50 Leute aus verschieden Gruppen.
Ab 19.30 Uhr gab es in der Abflughalle eine Protestkundgebung und -demo mit Transparenten, Parolen und Flugblatt-/Zeitungsverteilung.
Nach ca. 20 Minuten beendete die Polizei die Aktion.
Die Welt ist in Bewegung. Von Ost nach West, von Süd nach Nord - und vice versa. Es gibt viele Gründe, sich auf den Weg zu machen: ökonomische, ökologische, soziale und politische Bedingungen brachten und bringen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und in der Fremde ihr Glück zu suchen - oder nur ein besseres Leben.
In hölzernen Nussschalen mehr als tausend Kilometer übers offene Meer: Skrupellose Schlepper schicken täglich afrikanische Flüchtlinge von Mauretanien in Richtung Kanarische Inseln. Schon Hunderte haben die Fahrt ins gelobte Europa mit dem Leben bezahlt.
Libyen hat eine Massenbefreiung der inhaftierten Migranten vorgenommen. Nicht nur die 205 inhaftierten Eritreer in Braq wurden entlassen, sondern auch 2800 weitere Flüchtlinge und Migranten. Alle haben eine Aufenthaltserlaubnis für drei Monate erhalten, um sich Arbeit in Libyen zu suchen.
Ukraine. Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa werden immer häufiger von der ukrainischen Grenzpolizei gefasst und inhaftiert. Die Fotografin Dörthe Hagenguth reiste mithilfe eines VG-Bilkunst-Stipendiums mehrfach in die ukrainischen Karpaten und dokumentiert die Situation mit Bildern und Interviews in einer Slideshow.
Dankesrede von Elias Bierdel zur Verleihung des Ute Bock-Preis für Zivilcourage
Elias Bierdel erhielt im Januar 2010 den Ute-Bock-Preis für seine Organisation Borderline Europe – Menschenrechte ohne Grenzen, mit der er auf das Massensterben an den europäischen Außengrenzen aufmerksam macht.
Mohammed Yussif war einer der 37 Geretteten von der "Cap Anamur". Im April 2006 starb er mit zwanzig weiteren Flüchtlingen bei einem erneuten Versuch nach Europa zu gelangen, als ihr Boot im Sturm vor Lampedusa kenterte.