Die täglichen Dramen

Artikel aus 06.2006

27.06.2006, tagesschau.de

Neuer Ansturm auf Kanaren - Tumulte in Lager auf Malta

Die Kanarischen Inseln erleben derzeit einen neuen Ansturm afrikanischer Bootsflüchtlinge. Binnen 24 Stunden seien mehr als 250 illegale Zuwanderer vor Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura aufgegriffen worden, teilten die Behörden mit. Insgesamt habe die Küstenwache acht Boote aufgebracht.

22.06.2006, Deutschlandfunk

"Die Menschen sind findig"

Die ehemalige Bundesmigrationsbeauftragte Marieluise Beck hat betont, dass sich illegale Einwanderung nicht dauerhaft eindämmen lasse, ohne die Armut in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass Migranten, die es in die entwickelten Länder geschafft haben, hierbei einen wichtigen Beitrag leisten: Aus den so genannten Diaspora-Gemeinden werde schätzungsweise doppelt soviel Geld in die Heimatländer überwiesen, wie aus der Entwicklungshilfe komme.

12.06.2006, tagesschau.de

Verzweiflung findet immer ein Schlupfloch

Noch nie zuvor kamen so viele afrikanische Flüchtlinge auf die Kanarischen Inseln wie in diesem Jahr. Trotz der Kontrollen der Küstenwachen wagen sich Tausende auf kleinen Nussschalen über den Atlantik. Das Meer ist das Tor nach Europa. Die Odyssee beginnt für viele Flüchtlinge in der mauretanischen Hafenstadt Nouadhibou.

09.06.2006, stern.de

80.000 vor den Toren Europas

Schätzungsweise rund 80.000 Menschen bereiten sich nach Ansicht des Europaabgeordneten Patrick Gaubert derzeit in Afrika auf eine illegale Einreise nach Europa vor. Unter Berufung auf Ergebnisse der EU-Kommission sagte Gaubert, der stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Justiz- und Innenpolitik des Europaparlaments ist, 50.000 Menschen warteten derzeit auf eine Möglichkeit Mauretanien verlassen zu können, 20.000 seien es im Senegal, die übrigen verteilten sich auf andere Länder.

09.06.2006, heute.de/zdf

UNO: Weltweit fast 21 Millionen Flüchtlinge

Die Zahl der durch Kriege und Verfolgung vertriebenen Menschen ist nach UNO-Angaben im vergangenen Jahr weltweit auf knapp 21 Millionen angewachsen. Hauptgrund für den sechsprozentigen Anstieg sei die wachsende Zahl von Menschen, die in ihrem Heimatland in Flüchtlings-ähnlichen Umständen lebten, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten UNHCR-Bericht. Das sind dem UNO-Flüchtlingshilfswerk zufolge 6, 6 Millionen Menschen.