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31.08.2006, Die Wochenzeitung, Zürich
Das Massensterben auf dem Mittelmeer könnte sofort beendet werden - doch die europäischen Staaten machen ihre Grenze gegen Süden noch dichter.
31.08.2006, Schwäbische Zeitung
Armutsbewegungen sind Teil der Menschheitsgeschichte, und sie werden es bleiben. Dies ist eine banale Wahrheit, sie hilft aber, einen vielfach verstellten Blick auf das Problem der Afrika-Flüchtlinge freizulegen: Auch Millionen Deutsche haben sich über Jahrhunderte auf den mühsamen, oft tödlichen Weg in eine bessere Zukunft in der Ferne gemacht. Sie würden es auch heute tun, wenn sie in afrikanischen Verhältnissen leben müssten.
31.08.2006, Mittelbayerische Zeitung
Bei der bislang schlimmsten Flüchtlingstragödie auf dem Seeweg zwischen Westafrika und den Kanarischen Inseln sind mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen. Die illegalen Zuwanderer befanden sich in einem großen Holzboot, das am vergangenen Wochenende vor der Küste Mauretaniens gekentert war. Zunächst waren nur 16 Todesopfer entdeckt worden. Inzwischen seien aber insgesamt 84 Leichen an Land geschwemmt oder von Fischern im Atlantik entdeckt worden, teilten Hilfsorganisationen nach Presseberichten vom Donnerstag mit.
31.08.2006, ZDF "heute"
Der Strom der Bootsflüchtlinge von der nordafrikanischen Küste nach Italien reißt nicht ab. Allein letzten Freitag sollen 250 Flüchtlinge die süditalienische Insel Lampedusa erreicht haben. Das Aufnahmezentrum ist überfüllt und Italien überfordert. Doch was häufig als rein italienisches Problem gesehen wird, ist in Wahrheit ein europäisches.
(mit VIDEO/Schwerpunktthema ZDF-Morgenmagazin)
31.08.2006, Neue Zürcher Zeitung
Die spanische Regierung hat in Brüssel für mehr Hilfe im Kampf gegen die Flut illegaler Migranten aus Afrika plädiert. Die EU-Kommission zeigte Verständnis für die Frustration Madrids, gab angesichts leerer Kassen aber den Notruf an die Mitgliedsstaaten weiter.
31.08.2006, EuroNews
Europas Patrouillen gegen illegale Einwanderer vor den kanarischen Inseln sollen bis Ende des Jahres verlängert werden. Das kündigte EU-Justizkommissar Franco Frattini nach einem Treffen mit der spanischen Vize-Regierungschefin Mar¡a Teresa Fernandez de la Vega an. Beide beklagten, dass bisher nur vier EU-Länder neben Fachleuten auch materielle Unterstützung geschickt hätten.
30.08.2006, Kanaren Nachrichten
Weitere drei Cayucos mit 153 afrikanischen Imigranten an Bord erreichen die Kanaren - Der August ist der Rekordmonat in Punkto 'Ankunft illegaler Einwanderer', bereits 4.850 Afrikaner erreichten im Monat August die Kanarischen Inseln- knapp 100 Immigranten mehr, als im gesamten Jahr 2005.
30.08.2006, Die Presse, Wien
ZUWANDERUNG. Der belgische Wissenschaftler Stephan de Spiegeleire fordert im Presse-Interview ein radikales Umdenken.
30.08.2006, Wiener Zeitung
San Cristobal. (apa/klh) Ungeduldig warten die schaulustigen Urlauber in Teneriffa hinter der Polizeiabsperrung auf die Neuankömmlinge im Hafen. Die Touristen zielen mit ihren Kameras auf ein in diesem Sommer häufig fotografiertes Motiv: Elendsflüchtlinge aus Afrika.
30.08.2006, Oberösterreich Nachrichten
Seit Jänner gelangten über 18.000 Flüchtlinge auf die Kanaren, fast vier Mal so viele wie im gesamten Jahr 2005. Der Grund: Nachdem im Vorjahr Tausende Afrikaner versuchten, die Grenzzäune der spanischen Enklaven in Marokko zu stürmen, verschärfte die spanische Regierung ihre Kontrollen in der Straße von Gibraltar. Laut Schätzungen sollen allein heuer rund 3000 Flüchtlinge bei der Überfahrt in den unzureichenden Booten ertrunken sein. Die Überlebenden sind bei der Ankunft in einem schlimmen Zustand.
30.08.2006, taz
Die marokkanischen Behörden sollen 53 Bootsflüchtlinge in der Wüste Sahara ausgesetzt haben. Einer der vorwiegend aus Mali stammenden Afrikaner sei verdurstet, berichteten spanische Medien am Dienstag unter Berufung auf die Hilfsorganisation Médicos del Mundo, deren Mitarbeiter die Flüchtlinge entdeckt und versorgt hätten.
30.08.2006, FAZ
Spanien hat die Partnerländer in der Europäischen Union angesichts der ungebrochenen Einwandererflut auf die Kanarischen Inseln abermals um mehr Hilfe gebeten. Die erste stellvertretende Ministerpräsidentin María Teresa Fernández de la Vega reiste am Dienstag zunächst nach Helsinki, um in Finnland, das derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, für mehr Unterstützung zu werben. An diesem Mittwoch will sie in Brüssel direkt an den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, appellieren.
29.08.2006, Die Zeit
Die Zahl der Flüchtlinge aus Afrika nimmt stetig zu. Abschottung ist keine Lösung. Steffen Richter kommentiert:
29.08.2006, taz
Namen wie Teneriffa, Ceuta und Melilla oder Lampedusa tauchen derzeit mit trauriger Regelmäßigkeit in den Nachrichten auf: Mal sind sie eine Schlagzeile wert, wenn es wieder Dutzende tote Bootsflüchtlinge auf See gegeben hat, meist aber nur eine kurze Meldung, wenn nur ein paar Leichen zu vermelden sind. Von Michael Braun.
29.08.2006, Vorarlberg Online
Derzeit befinden sich 678 junge Immigranten in der Obhut der kanarischen Regierung. Doch es stehen nur 250 Heimplätze zur Verfügung. Während die erwachsenen Flüchtlinge nach 40 Tagen aus den Auffanglagern entlassen und großteils per Flugzeug aufs spanische Festland gebracht werden können, muss sich die kanarische Regierung um die minderjährigen Immigranten bis zu deren Volljährigkeit kümmern. Nur wenige spanische Regionen haben sich bisher bereit erklärt, von den Kanaren einige Kinder aufzunehmen.
29.08.2006, taz
Noch nie sind so viele Bootsflüchtlinge aus Afrika gestorben wie in diesem Jahr. Die Überfahrt dauert nicht mehr Tage, sondern Wochen.
29.08.2006, taz
Selbst Flüchtlinge raten inzwischen zu Hause von dem Seeweg nach Europa ab, berichtet Maria de Donato vom italienischen Flüchtlingsrat. Ohne Erfolg. "Der Wunsch nach dem Eldorado ist stärker", sagt sie
28.08.2006, n-tv
Mindestens 490 Bootsflüchtlinge sind in diesem Jahr nach offiziellen Angaben auf dem Weg von Afrika auf die Kanarischen Inseln ums Leben gekommen. Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz und der Rote Halbmond schätzen die Zahl der Toten bei den gefährlichen Überfahrten dagegen auf bis zu 3000.
28.08.2006, Die Welt
Aufklärung in Guinea: Eine Dokumentarfilmerin zeigt die Realität, die afrikanische Flüchtlinge in Europa erleben und hat Erfolg - Die Zahl derjenigen, die nach Europa ziehen, ist um 70 Prozent zurückgegangen.
28.08.2006, Reuters
Sie hatten versucht, die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln zu erreichen, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. 14 Leichen wurden demnach am Samstag an Land gespült, eine weitere entdeckten die Rettungskräfte am Sonntag in der Nähe der Hauptstadt Nouakchott. Die Strände würden derweil nach weiteren Toten abgesucht, sagte ein Vertreter des Zivilschutzes. "Wir können nicht ausschließen, dass das Meer vielleicht noch mehr Leichen auswirft."
27.08.2006, Radio Vatikan
Untaugliche Boote, alte Schaluppen, verrostete Kutter aus afrikanischen Ländern kentern haufenweise vor der süditalienischen Küste, hunderte von armen, mittellosen, oft alten und kranken Menschen, Neugeborenen, Halbwüchsigen sterben kraftlos, verdursten, verhungern, erfrieren oder ertrinken jämmerlich kurz vor den Küsten eines vermeintlichen Paradieses. Gibt es etwas absurderes, als derartige Schicksale heute - am Rande der Europäischen Union?
27.08.2006, Kanaren Nachrichten
Ein Patroulienboot der mauretanischen Küstenwache hat am gestrigen Tage ein Flüchtlingsboot vor der Küste der Hafenstadt Nuadibú aufgebracht, auf dem sich nach Angaben eines Sprechers der Hafenbehörde 8 tote Afrikaner befanden. Das mit ca. 100 Immigranten besetzte Cayuco war vor mehreren Tagen im Norden des Senegals gestartet und trieb manövrierunfähig vor der Küste Mauretaniens, als es von dem mauretanischen Patroulienboot entdeckt wurde.
27.08.2006, tagesschau.de
Bei einem neuen Flüchtlingsdrama vor der westafrikanischen Küste sind mindestens 14 Menschen gestorben. Die Leichen wurden am Samstag in Mauretanien an Land gespült, wie die Polizei mitteilte. Die Behörden fürchten, dass es dutzende weitere Opfer gibt, da Flüchtlingsboote meist mit rund 90 Menschen besetzt seien. Bei den gefundenen Leichen handelt es sich laut Polizei ohne Zweifel um Flüchtlinge, da keine Fischer vermisst wurden.
27.08.2006, Der Spiegel
Wieder hat sich vor der westafrikanischen Küste ein Flüchtlingsdrama abgespielt: Beim Untergang zweier voll besetzter Boote ertranken mindestens 22 Menschen. Die Behörden befürchten, dass es noch Dutzende weitere Opfer gibt.
26.08.2006, taz
Regierungen in Madrid und Dakar einigen sich auf militärische Maßnahmen gegen die illegale Auswanderung von Westafrika auf die Kanaren. Die Zahl der Migranten steigt. Senegals größtes Auswandererboot heißt "Titanic" und soll in die USA fahren
25.08.2006, Der Spiegel
Zwei Reedereien auf den Kanarischen Inseln haben den Transport von 90 Bootsflüchtlingen verweigert. Sie begründeten die Ablehnung mit Angst vor ansteckenden Krankheiten.
25.08.2006, ORF - Österreichischer Rundfunk
Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind binnen zwölf Stunden erneut mehr als 250 Flüchtlinge eingetroffen.
Insgesamt sieben Boote mit illegalen Einwanderern hätten seit gestern Aben die Insel erreicht, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. In den vergangenen Tagen riss die Flüchtlingsbewegung von Afrika nach Italien nicht ab
25.08.2006, Kanaren Nachrichten
La Gomera - Nachdem seit Anfang des Jahres auch die beiden kleinsten der Kanarischen Insel, La Gomera und El Hierro immer öfter von den Flüchtlings-Cayucos angesteuert werden, erwägt die Kanarische Regierung auf beiden Inseln provisorische Auffanglager zu errichten.
24.08.2006, Die Welt
WELT.de-Interview mit Maltas Außenminister Michael Frendo über die Flüchtlingsproblematik.
24.08.2006, FAZ
Erholt und gebräunt ist der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero von den Kanarischen Inseln auf das Festland zurückgekehrt. Von seinem Urlaub gab es indes keines der üblichen Politikerfotos in Badehose am Strand. Das erschien zu einer Zeit unziemlich, da auf dem Archipel noch immer der tägliche Ansturm illegaler Einwanderer aus Afrika andauert.
24.08.2006, Neue Zürcher Zeitung
Auch das von Berlusconis Rechtsregierung verschärfte Einwanderungsgesetz reicht nicht aus, um der Praktiken der Menschenschmuggler im Mittelmeer Herr zu werden. Rom will der illegalen Einwanderung durch härteres Vorgehen gegen die Schlepper entgegenwirken.
24.08.2006, Die Welt
Spaniens Behörden überlassen die illegalen Einwanderer nach 40 Tagen ihrem Schicksal - und hoffen auf die Hilfsorganisationen.
Der Sturm auf die Festung Europa ebbt nicht ab, im Gegenteil, er wird mit jedem Tag heftiger. 18 000 Flüchtlinge zählen allein die kanarischen Behörden seit Anfang des Jahres. Der Platz in den fünf Notunterkünften auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura ist erschöpft.
23.08.2006, Die Welt
Europa erlebt einen neuen Ansturm von Flüchtlingen. Mehr als eine halbe Million Menschen kommen jedes Jahr illegal über die Grenzen. Profiteure sind Schleuserbanden, die immer skrupelloser vorgehen – und auch vom Terrornetwerk al-Qaida genutzt werden.
23.08.2006, Sächsische Zeitung
Eine ungewöhnliche Nachricht von den Kanaren: Gestern vormittag sind keine neuen Flüchtlingsboote gelandet – ein kurzer Moment der Entspannung für die spanischen Helfer. Von Freitag bis Sonntag waren ein gutes Dutzend Boote mit fast 1 300 Menschen an Bord an den Stränden der Inseln angekommen, so viele wie noch nie an einem einzigen Wochenende.
23.08.2006, n-tv
Die spanische Regierung gerät wegen der drastisch gestiegenen illegalen Einwanderung afrikanischer Flüchtlinge zunehmend unter Druck. Die oppositionelle Volkspartei (PP) warf der Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero am Mittwoch vor, die Flüchtlinge vorwiegend auf Regionen zu verteilen, in denen die Opposition regiere.
23.08.2006, Radio Megawelle
Die kanarischen Inseln sind auch in diesem Jahr eines der beliebtesten nationalen Reiseziele. Mit rund 800.000 Feriengästen allein im Monat Juli, liegen die kanarischen Inseln auf Platz vier im spanienweiten Vergleich. Der von den kanarischen Hotelbetreibern befürchtete Rückgang des Tourismus aufgrund der anhaltenden Flüchtlingswelle aus Afrika ist nicht eingetreten.
23.08.2006, Südtirol Online
Nach den jüngsten Flüchtlingstragödien mit mindestens 80 Toten im Mittelmeer will die Regierung massiv gegen Schlepperbanden vorgehen. Eine Truppe aus verschiedenen Militär- und Polizeiverbänden soll „Jagd auf Menschenhändler“ machen.
23.08.2006, heise.de/Telepolis
Mehr als 1.300 Menschen gelang am Wochenende die tagelange gefährliche Fahrt vom Senegal und Mauretanien auf die Kanarischen Inseln. Auch der nun begonnene [extern] Frontex-Einsatz vor den Küsten Westafrikas konnte den neuen Rekord nicht verhindern. Fast 19.000 Menschen sind in diesem Jahr auf den Kanaren gelandet. Mit eiliger Diplomatie versucht Spanien erneut dem Phänomen zu begegnen. Das Rote Kreuz meint, 100.000 Menschen warteten allein im Senegal auf die Überfahrt.
22.08.2006, tagesschau
Kurzbeitrag (22sec.) des ARD-Fernsehens zur Situation vor den Kanarischen Inseln von Dienstag, 22. August, 16 Uhr.
22.08.2006, Kanaren Nachrichten
Für den Anfang schickt Spanien zwei Patroullienboote und einen Guardia Civil Helikopter, um die Armee des Senegal bei der Küstenüberwachung zu unterstützen. Inerhalb der nächsten Wochen sollen vier weitere Patroulienboote folgen. Ferner wurde eine weitere Einigung erzielt, die besagt, daß es ab sofort möglich ist, Flüchtlingsboote, welche auf offener See angetroffen werden in das Hoheitsgebiet des Senegal verbracht werden können, um diese dann an die senegalesische Küstenwache zu übergeben.
22.08.2006, Märkische Allgemeine
ROM Es müssen entsetzliche Szenen gewesen sein, die sich am Samstagmorgen um 3.35 Uhr etwa zehn Seemeilen vor Lampedusa abgespielt haben. Überlebende berichteten geschockt, dass Freunde vor ihren Augen von Haien gefressen worden seien. Dutzende von entkräfteten Passagieren, darunter mindestens zehn Minderjährige, seien vom Meer verschluckt worden.
22.08.2006, Deutschlandfunk
Rund 10.000 illegale Einwanderer haben in diesem Jahr in kleinen Booten die süditalienische Insel Lampedusa erreicht. Eine gefährliche Reise für die nordafrikanischen Armutsflüchtlinge, bei der allein am vergangenen Wochenende wieder mindestens 60 Menschen ums Leben kamen. Soldaten, Angehörige des Grenzschutzes und der Küstenwache versuchen den völlig erschöpften Menschen zu helfen - oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Karl Hoffmann berichtet.
22.08.2006, Hamburger Abendblatt
Trotz der Flüchtlingstragödien vom Wochenende geht der Strom von Immigranten nach Süditalien unvermindert weiter. In der Nacht zu gestern erreichten 47 Einwanderer die Inseln Lampedusa und Pantelleria. Am Morgen sichtete die Küstenwache vor Lampedusa ein weiteres Boot mit rund 150 Menschen an Bord. Auch in Richtung Kanaren hat sich der Zustrom von Flüchtlingen innerhalb weniger Wochen verdoppelt.
21.08.2006, Berner Rundschau
Zwischen Samstag und Sonntag waren bei zwei Unglücken vor Lampedusa fast 80 Menschen ums Leben gekommen. 80 weitere Flüchtlinge konnten von einem Schiff der italienischen Marine und einem Fischerboot aus den Fluten gerettet werden.
Zudem komme es jetzt immer häufiger vor, dass Flüchtlinge von Haien gefressen würden, erzählten Überlebende. Manchmal würden die Boote von ganzen Schwärmen von Haien verfolgt, hiess es.
21.08.2006, Agence France Presse/Yahoo.com
Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa hat die Küstenwache am Montag eine Rettungsaktion für etwa 200 Flüchtlinge in Seenot gestartet. Der Einsatz sei wegen des schlechten Wetters schwierig, sagte ein Vertreter der Hafenverwaltung von Palermo in einem Telefonat der Nachrichtenagentur AFP.
21.08.2006, Deutschlandfunk
Nach den Flüchtlingsdramen vor Lampedusa und den Kanaren betonen spanische Politiker die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit. Doch die Aktion Frontex zur gemeinsamen Überwachung der Außengrenzen im Mittelmeer kommt kaum voran. In Spanien wächst die Enttäuschung über die Untätigkeit Europas. Hans-Günter Kellner berichtet.
21.08.2006, Hamburger Abendblatt
Lampedusa. Bei zwei Unglücken vor der süditalienischen Insel Lampedusa sind vermutlich etwa 70 Menschen ums Leben gekommen. Gestern überschlug sich 60 Seemeilen vor der Insel ein Schlauchboot mit 30 Insassen, die Medienangaben zufolge aus Eritrea stammen. Ein Fischerboot entdeckte zehn Überlebende, die sich an einen Holzbalken klammerten.
20.08.2006, tagesschau
Kurzer Filmbericht (35sek) aus der ARD-Tagesschau von Sonntag, 20. August, 0.35 Uhr
20.08.2006, Der Standard/Wien
Mindestens 50 Flüchtlinge aus Afrika, davon mindestens zehn Kinder, starben bei einem neuerlichem Schiffsunglück vor Lampedusa.
20.08.2006, Deutsche Welle
In der Touristen-Hochburg Los Cristianos auf der spanischen Insel Teneriffa reiht sich entlang einer sichelförmigen Bucht Hotel an Hotel. Das ehemalige Fischerdorf hat jedes Jahr rund 3,5 Millionen Übernachtungsgäste. Aber in diesen Wochen ist Los Cristianos vor allem wegen der vielen Boote aus Westafrika in den Schlagzeilen, die von der Küstenwache oder der Seenotrettung in den Hafen geschleppt werden.
20.08.2006, Der Spiegel
Vor der Insel Lampedusa folgt eine Tragödie der nächsten: Schon wieder ging ein völlig überfülltes Flüchtlingsboot südlich der Insel im Mittelmeer unter. Mehrere Dutzend Menschen könnten ums Leben gekommen sein. Mit dem Szenario wiederholt sich fast das Drama vom Vortag.
20.08.2006, ON-Nachrichten
Ein Hubschrauber der spanischen Küstenwache, der bei den Kanarischen Inseln Flüchtlingsboote aufspüren sollte, ist vor Teneriffa ins Meer gestürzt. Die zwei Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Die Maschine war nach Presseberichten vom Samstag vor einem viel besuchten Badestrand im Süden der Ferieninsel in den Atlantik gestürzt. Hunderte von Badegästen beobachteten, wie Polizeibeamte die verunglückte Maschine mit einem Seil an den Strand zogen.
19.08.2006, ZDF Heute
An der Suche nach weiteren Überlebenden beteiligten sich Militär- und Handelsschiffe sowie Hubschreiber der italienischen Streitkräfte. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Die Zahl der Toten könnte noch deutlich steigen.
19.08.2006, Schweizer Fernsehen
Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist am Samstagmorgen ein Flüchtlingsboot mit mindestens 100 Menschen an Bord gesunken. Wie die italienische Behörden berichten, kamen mehrerer Passagiere ums Leben.
19.08.2006, Der Spiegel
Wenige Seemeilen vor der italienischen Insel Lampedusa sind mindestens zehn Menschen ertrunken, als am Samstagmorgen ein Flüchtlingsboots unterging. An Bord waren über 100 Passagiere, die meisten konnte die Küstenwache retten.
18.08.2006, Wochenblatt.Online
Kanarische Inseln - Der Zustrom von Flüchtlingen, die mit ihren Booten an den Stränden der Kanarischen Inseln landen reisst nicht ab. Allein am Donnerstag sind wieder insgesamt 340 Immigranten auf Teneriffa und Gran Canaria gelandet.
18.08.2006, Die Welt
"Wir mussten ihnen helfen, das Boot brach auseinander und sie wären fast vor unseren Augen ertrunken", so José, der im August zusammen mit mehreren Dutzend Urlaubern die fast hundert Ankömmlinge mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgte, bevor das Rote Kreuz kam. Seither trägt Playa Tejita hierzulande den Namen "Playa solidaria", der solidarische Strand.
17.08.2006, Radio Megawelle/Canarias
"Es erfüllt mich mit großem Stolz, wenn ich sehe wie menschlich die kanarische Bevölkerung auf die vielen tausend Einwanderer aus Afrika reagiert." Mit diesen Worten eröffnete der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero seinen Besuch gestern nachmittag auf der Kanaren Insel La Palma. Gleichzeitig hat Zapatero um mehr Geduld beim Thema Einwanderung gebeten.
17.08.2006, Die WochenZeitung
Viele Flüchtlinge sterben draussen auf See, andere werden interniert und dann abgeschoben. Dabei holen die Behörden weiterhin billige Arbeitskräfte ins Land.
16.08.2006, Der Standard, Wien
Auf den Kanarischen Inseln landen inzwischen Boote mit mehr als 100 Afrikanern an Bord. Die EU-Kontrollaktionen bringen vorerst gar nichts.
16.08.2006, FAZ
Beim Thema Einwanderung schwärmt Italiens neuer Sozialminister von neuen Dimensionen: „Wir erneuern den Verfassungsvertrag, und der bedeutet, daß diejenigen, die auf einem Gebiet wohnen, auch das Recht auf Mitsprache haben“, sagt Paolo Ferrero von der „Partei der kommunistischen Wiederbegründung“. Das Wahlrecht für Einwanderer in Italien ist für ihn gleichzusetzen mit der Einführung des Frauenwahlrechts in Italien im Jahr 1948.
16.08.2006, taz
MADRID. Seit dem Wochenende unterstützt die EU Spanien mit Patrouillen bei der Bekämpfung der Flüchtlingsbewegungen aus Afrika in Richtung Kanarische Inseln, dennoch kommen ständig neue, voll besetzte Boote an. Erst in der Nacht zu gestern gelangte eines nach Teneriffa mit 145 Insassen, ein anderes nach Gomera mit 105. Die Boote werden immer größer.
15.08.2006, wochenblatt-kanaren.com
Kanarische Inseln - Die Guardia Civil konnte am Wochenende nahe der mauritanischen Küste ein Flüchtlingsboot mit 101 Immigranten an Bord ausmachen. Das Patroullienboot Río Duero entdeckte das etwa 20 Meter lange Cayuco mit den Afrikanern und konnte sie retten.
15.08.2006, Der Standard, Wien
Madrid - Spanien hat insgeheim 200 Bootsflüchtlinge aus Mali in deren westafrikanisches Heimatland abgeschoben. Die Afrikaner hatten zu den 15.000 illegalen Zuwanderern gehört, die seit Jahresbeginn mit Booten auf die Kanarischen Inseln gelangt waren. Wie die Madrider Zeitung "El País" am Dienstag berichtete, brachten drei Flugzeuge die Flüchtlinge nach Mali zurück. Für die kommenden Tage seien zwei weitere Flüge geplant.
15.08.2006, Belgischer Rundfunk, BRF
Neben Spanien kämpft auch Italien gegen einen nicht abreißenden Flüchtlingsstrom. Heute wurden vor der sizilianischen Küste insgesamt 290 illegale Einwanderer aufgegriffen. Die Flüchtlinge wurden auf die Insel Lampedusa gebracht. Am frühen Morgen war ein erstes Schiff mit Bootsflüchtlingen an Bord von der italienischen Küstenwache aufgebracht worden.
14.08.2006, Neue Zürcher Zeitung
Der australische Ministerpräsident John Howard hat seine Pläne für ein neues Einwanderungsgesetz fallen gelassen. Gegen den umstrittenen Vorschlag, der die Bedingungen für Flüchtlinge drastisch verschärft hätte, hatte sich Widerstand im Senat formiert. Die Entscheidung ist eine herbe Niederlage für Howard.
13.08.2006, Mittelbayrische Zeitung
Auf der Überfahrt von Nordafrika zum spanischen Festland sind nach Angaben des Roten Kreuzes vier Menschen ums Leben gekommen. Die Seenotrettung habe ein Flüchtlingsboot mit sieben entkräfteten Überlebenden im Mittelmeer auf der Höhe der andalusischen Stadt Motril abgefangen, teilte das spanische Rote Kreuz mit.
13.08.2006, SF-Schweizer Fernsehen
Auf den Kanarischen Inseln stehen die Schiffe und Flugzeuge der EU bereit, welche die illegale Migration aus Afrika verhindern sollen. Sie sollen die westafrikanische Küste überwachen.
13.08.2006, Der Standard, Wien
Nouakchott - Auf dem Seeweg zu den Kanarischen Inseln sind nach mauretanischen Angaben 28 afrikanische Flüchtlinge ums Leben gekommen. Der mauretanische Oberstleutnant Sidi Ould Mayou sagte am Samstag, Fischer hätten das Boot mit 70 Afrikanern am Donnerstag vor der Küste von Mauretanien entdeckt. Überlebende erklärten, 27 Menschen seien auf der Flucht verdurstet oder verhungert. Ein weiterer starb später im Krankenhaus.
13.08.2006, Die Zeit
Vor der Küste Mauretaniens haben die spanischen Behörden erneut mehr als 100 Flüchtlinge aufgegriffen. Insgesamt seien seit Jahresbeginn bereits 24.336 Migranten abgefangen worden; mehr als im gesamten Jahr 2005.
12.08.2006, IslaCanaria.Net
Gran Canaria, Santa Lucia - Moses ist 38 Jahre alt, kommt aus Ghana und lebt seit fast 4 Jahren auf der Kanaren-Insel Gran Canaria - Ende 2002 kam er zusammen mit 24 weiteren afrikanischen Flüchtlingen mit einem 6 Meter Holzboot, angetrieben mit einem 20 PS Aussenbordmotor auf die Insel. Unentdeckt schafften es die Immigranten damals nach fast 60 Stunden auf dem Atlantik die Küste Gran Canarias bei Juan Grande zu erreichen. "Heute schafft das kaum noch ein Boot", so Moses "High-Tech Überwachung macht ein unentdecktes Anlanden auf den Kanaren Fast unmöglich".
12.08.2006, Kleine Zeitung, Graz
Vor den Kanarischen Inseln ist erneut ein überfülltes Boot mit 146 Flüchtlingen von der Küstenwache abgefangen worden. Erst in der Nacht zum Mittwoch war ein Flüchtlingsboot mit der Rekordzahl von 172 Insassen vor den Kanaren aufgegriffen worden.
12.08.2006, Österreichischer Rundfunk
Vor der mauretanischen Küste sind 16 Bootsflüchtlinge beim Versuch der Überfahrt auf die die Kanarischen Inseln verdurstet. Das Boot mit insgesamt 97 Menschen an Bord war am 26. Juli in Senegal in See gestochen und nach dem Ausfall beider Motoren abgetrieben, teilte der Polizeichef der mauretanischen Hauptstadt Nuakchott, Jahfdhu Uld Amar, heute mit.
11.08.2006, IslaCanaria.Net
Kanaren - Mindestens 542 illegale Einwanderer erreichten am gestrigen Tag die Kanaren Inseln La Gomera, Teneriffa, Lanzarote und Gran Canaria.
11.08.2006, Die Welt
Brüssel/Madrid (dpa) - Die Europäische Union hat nach spanischen Rundfunkberichten mit Patrouillen begonnen, die Spanien bei der Abwehr afrikanischer Bootsflüchtlinge vor den Kanarischen Inseln helfen sollen.
11.08.2006, Der Spiegel
Mit Luft- und Seepatrouillen will die EU Flüchtlinge aus Afrika an ihrer Reise Richtung Europa hindern. Flugzeuge, Hubschrauber und Schiffe stehen jetzt für die Kontrollen der Kanarischen Inseln und der westafrikanischen Küste bereit.
10.08.2006, Belgischer Rundfunk
Vor den Kanarischen Inseln ist ein Flüchtlingsboot mit der Rekordzahl von 172 Menschen an Bord abgefangen worden. Die Küstenwache geleitete das Boot zur Insel El Hierro.
10.08.2006, Kleine Zeitung Graz
Australien hat seine Einwanderungsbestimmungen drastisch verschärft. Das Unterhaus in Canberra hat am Donnerstag mit den Stimmen der Regierungsmehrheit ein heftig umstrittenes Gesetz angenommen, das unter anderem vorsieht, dass alle vor Australien aufgegriffenen Bootsflüchtlinge grundsätzlich in Gefangenenlagern auf kleinen Inseln festgehalten werden sollen.
08.08.2006, Oberösterreichische Nachrichten
MADRID. Täglich erreichen neue Flüchtlinge aus Afrika die kanarischen Inseln - auch an Touristen-Badestränden. 15.000 Bootsflüchtlinge erreichten in diesem Jahr bereits die kanarischen Inseln. Drei Mal so viel wie im Vorjahr. Auf Teneriffa kommt es immer häufiger vor, dass Badetouristen ankommenden Flüchtlingen Erste Hilfe leisten, zuletzt drei Mal in einer Woche.
08.08.2006, IslaCanaria.Net
Kanaren Nachrichten für den 07.08.2006 La Gomera, San Sebastián - Flüchtlingsboot mit 107 illegalen Einwanderern erreicht die Kanaren Insel La Gomera - Die Ankunft von 107 sogenannen 'sin papeles' am gestrigen Sonntag auf La Gomera, der zweitkleinsten Kanaren Insel schraubtt die Anzahl von Flüchtlingen, welche die Kanarischen Inseln am vergangenen Wochenende mit Booten erreichten auf über 220...
06.08.2006, Hohenloher Zeitung
Santa Cruz/Madrid (dpa) - Auf den Kanarischen Inseln macht sich zunehmend Unmut über den unaufhaltsamen Zustrom von illegalen Zuwanderern aus Afrika breit.
05.08.2006, Die Presse (Wien)
Rom/Teneriffa (ag). Der Flüchtlingsstrom von Afrika nach Europa reißt nicht ab: Vor der italienischen Insel Lampedusa werden täglich neue Boote mit illegalen Einwanderern entdeckt. Am Freitag traf ein Schiff mit 210 Flüchtlingen auf der südlich von Sizilien gelegenen Insel ein.
05.08.2006, IslaCanaria.Net
Teneriffa, Santa Cruz - Überfahrt nach Europa kostet weiteres Menschenleben - Auf dem Flüchtlingsboot, welches am gestrigen Freitag (04.August) die Kanaren Insel Teneriffa erreichte, befand sich erneut ein toter afrikanischer Immigrant.
05.08.2006, Neue Zürcher Zeitung
Angesichts des nicht abreissenden Stroms von Migranten aus Afrika hat der italienische Innenminister Amato eine europäisch-afrikanische Konferenz vorgeschlagen. An diesem Treffen sollen sämtlich Aspekte der Massenmigration erörtert werden.
03.08.2006, Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach
RABAT (dpa) Beim Versuch, von der Küste Westafrikas auf die Kanarischen Inseln zu gelangen, sind wenigstens 28 Afrikaner ertrunken. Ihre Leichen wurden nach Angaben der marokkanischen Behörden an der Küste der Westsahara 40 Kilometer nördlich von El Aiún entdeckt. Die Afrikaner waren mit zwei Booten in See gestochen, um von der spanischen Ex-Kolonie auf die Kanaren zu gelangen.
02.08.2006, heute.de
Beim Versuch, von der Küste Westafrikas auf
die Kanarischen Inseln zu gelangen, sind wenigstens 28 Afrikaner ertrunken. Ihre Leichen wurden nach Angaben der marokkanischen Behörden am Dienstag an der Küste der Westsahara nördlich von El Aiún
entdeckt.
01.08.2006, dradio.de
Der Strom der Flüchtlinge im Mittelmeer reißt nicht ab. Allein in den vergangenen zwei Wochen sind rund 2000 illegale Einwanderer auf der südlich von Sizilien gelegenen italienischen Insel Lampedusa gelandet. 13 Menschen sind vermutlich allein am vergangenen Wochenende ums Leben gekommen, 17 weitere Bootsflüchtlinge aus Afrika werden vermisst, unter ihnen 8 Kinder...