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31.10.2007, Neue Zürcher Zeitung
Auch die Schweiz versucht, irreguläre Wanderungsbewegungen durch Zusammenarbeit mit Herkunftsländern zu bekämpfen. Migrationspartnerschaften waren eines der Themen an der Jahrestagung der EDA-Abteilung für menschliche Sicherheit.
31.10.2007, Radio MegaWelle
Im kommenden Jahr wird Spanien 70 Millionen Euro aus der EU-Kasse für den Küstenschutz erhalten. Das sind 30 Millionen mehr als in diesem Jahr. Allerdings ist diese Summe hauptsächlich für die Frontex Einheiten und deren Infrastruktur bestimmt.
31.10.2007, Der Tagesspiegel
Vor dem Hintergrund der Flüchtlingstragödien an den europäischen Seegrenzen haben Menschenrechtsexperten der EU vorgeworfen, das Leben illegaler Einwanderer bewusst aufs Spiel zu setzen. In einer am Dienstag in Berlin veröffentlichen Studie wirft das Deutsche Institut für Menschenrechte der EU vor, viele Todesfälle seien unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich die Staaten nicht einig seien, wer wie viele Flüchtlinge aufnehmen kann. Zudem würden Menschenrechte unterschiedlich ausgelegt.
30.10.2007, taz
Vor Süditalien häufen sich erneut die Flüchtlingsdramen. Eritreer und Palästinenser landen an, nicht alle lebend. Hunderte angelandete Bootsflüchtlinge, dutzende Tote, 14 festgenommene Schlepper: Italien erlebt wieder einmal die traurige Normalität der Immigrantenschicksale.
29.10.2007, Deutschlandfunk
Die Zahl sogenannter illegaler Migranten, die über das Mittelmeer oder den Atlantik Italien, Spanien oder die Kanarischen Inseln erreichen, nimmt offenbar ab. Nun ist das östliche Mittelmeer in den Blickpunkt gerückt. Immer mehr Flüchtlinge versuchen, über die Türkei nach Samos oder Lesbos zu kommen.
29.10.2007, Tagesanzeiger
Spanien versucht mit Erfolg, die Zahl der Bootsflüchtlinge aus Afrika zu reduzieren.
Am fünften Tag der Überfahrt hatte das Cayuco mit 57 schwarzafrikanischen Migranten an Bord sein Ziel fast erreicht: Bis zur nächsten kanarischen Insel waren es noch 157 Kilometer, zeigte das GPS-Navigationssystem an. Der erste Treibstoffkanister war leer. Als der Senegalese Leidi Fall den Ersatzkanister öffnete, stellte er fest, dass darin nur Wasser war. Das Holzboot, das vom nordmauretanischen Nouadibou in See gestochen war, wurde von den Meeresströmungen in Richtung Süden getrieben.
29.10.2007, Kleine Zeitung, Graz
Auch nachdem vor der Küste Süditaliens am Wochenende bei zwei Schiffbrüchen mindestens 17 Bootsflüchtlinge umgekommen sind, reißt die Flüchtlingswelle nach Süditalien nicht ab. Am Montag wurden vor den Küsten Siziliens zwei Boote mit 114 Immigranten aufgegriffen, berichtete die italienische Küstenwache. Der italienische Staatschef Napolitano warnte, dass Italien das Problem der illegalen Immigration nicht allein lösen könne. "Die EU muss mit vereinten Kräften das Problem der illegalen Immigration in Angriff nehmen", sagte Napolitano am Montag. Die EU-Kommissarin für regionale Fragen, Danuta Hubner, bezeichnete das Problem der Immigration als "Priorität" für ganz Europa.
29.10.2007, Der Standard, Wien
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat der griechischen Küstenwache schwere Misshandlungen von Flüchtlingen vorgeworfen. Bei Besuchen in drei Abschiebelagern in der Ägäis hätten zahlreiche Insassen von Schlägen berichtet, andere seien von der Küstenwache auf unbewohnten Inseln ausgesetzt worden, heißt es in einem am Montag in Brüssel vorgestellten Bericht. Pro Asyl und der griechische Zweig von Amnesty International forderten ein Einschreiten der EU und eine faire Aufteilung von Asylsuchenden unter den Mitgliedstaaten.
29.10.2007, fr-online
Wer es nicht als Illegaler von Afrika nach Europa schafft, muss einen noch
härteren Rückweg in die alte Heimat bewältigen - halb tot und jeder
Hoffnung beraubt. Eine Gescheiterte erzählt von ihren Träumen, ihrer Reise.
28.10.2007, indymedia
Am 29. und 30. Januar 2008 soll im Congress Center am Berliner Alexanderplatz der "11. Europäische Polizeikongreß" stattfinden. Veranstaltet von der "Behörden Spiegel-Gruppe", finanziert von EADS und SAP treffen sich Nachrichtendienste, Polizeiführer, Politiker und Sicherheitsindustrie unter dem Motto "Europäische Sicherheitsarchitekturen: Informationstechnologie – Ermittlung – Einsatz". Eingeladen ist auch FRONTEX-Chef Laitinen. Am 29. Januar referiert Schäuble auf dem "Forum der europäischen Innenminister" zum Grenzregime Schengen.
28.10.2007, ZEIT Online
Bei zwei Flüchtlingstragödien in Süditalien sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Vor der kalabrischen Küste zerbrach ein Boot mit bis zu 150 Menschen an Bord. Vor Sizilien ereignete sich das zweite Unglück. Bis zum frühen Nachmittag wurden sieben Leichen geborgen. Unklar war zunächst, wieviele Einwanderer auf dem Boot unterwegs waren. Sucheinheiten waren mit Schiffen und einem Flugzeug im Einsatz. Die Immigranten waren mit ihrem Schlauchboot bei hohen Wellen in Seenot geraten.
28.10.2007, Basler Zeitung
Bei einer neuen Flüchtlingstragödie in Süditalien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Sie seien ertrunken, als ihr Holzboot bei der Landung in Kalabrien in drei Teile zerbrochen sei, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag. Insgesamt sollen etwa 110 Einwanderer auf dem Boot unterwegs gewesen sein. Bisher wurden 97 Überlebende gefunden, die in dem Ort Roccella Ionica in einer Turnhalle untergebracht wurden.
27.10.2007, Frankfurter Rundschau
José María Abreu war mit seinem Fischereischiff "Tiburón III" auf dem Heimweg von den Kapverdischen Inseln nach Galizien im Nordwesten Spaniens, als er am Mittwochabend 300 Seemeilen nördlich der Kapverden und 600 Seemeilen südlich der Kanaren auf ein scheinbar herrenlos dahintreibendes Boot stieß. Als sich Abreu dem Cayuco näherte, sah er: "Das Boot stand halb voll Wasser. Eine Person hob die Hand, lebendig, zwischen sieben Leichen, die neben ihm trieben."
27.10.2007, Welt Online
Die Polizei hat nahe der deutsch-dänischen Grenze einen Kleintransporter mit 23 eingepferchten Flüchtlingen aus dem Irak gestoppt. Auf der Flucht vor der Polizei sei der Wagen am Donnerstagabend bei Jarplund-Weding (Kreis Schleswig-Flensburg) von der Fahrbahn abgekommen und auf einer Weide stehen geblieben, teilten die Beamten mit. Die Insassen blieben unverletzt und flüchteten aus dem Wagen, die Polizei fing einen mutmaßlichen Schleuser und 23 Iraker ohne Ausweis ein.
27.10.2007, Megawelle Canarias
Während auf Lanzarote die europäischen Justizminister über illegale Einwanderung beraten, sind 57 Immigranten auf hoher See verdurstet. Ein Fischerboot hat 600 Seemeilen vom Archipel entfernt ein Cayuco entdeckt - an Bord ein Überlebender und sieben Leichen. Den Fischern bot sich ein grauenhaftes Bild - weitere sieben Leichen trieben im Wasser um das Holzboot. An Bord des Flüchtlingsschiffes befand sich weder Wasser noch Lebensmittel. Vor rund 20 Tagen hatte das Cayuco von Nouadhibou aus Kurs auf die Kanaren genommen. Um nicht von den Frontex Einheiten entdeckt zu werden, fuhren die Immigranten westlich. Orientierungslos und mit viel zu wenig Proviant an Bord trieb das Boot mehrere Tage auf hoher See. Der einzige Überlebende an Bord war der Einzige mit Navigationserfahrung - ihm hatten die Insassen die letzten Wasserrationen zugesprochen.
27.10.2007, Die Presse, Wien
Die griechische Küstenwacht hat innerhalb von zwei Tagen 162 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen. Ein mutmaßlicher Menschenschmuggler sei festgenommen worden, erklärten die Behörden am Freitag. Es wird vermutet, dass die Flüchtlinge mit kleinen Booten aus der Türkei übersetzten. Sie wurden auf den Inseln Farmakonissi, Lesbos und Samos in Gewahrsam genommen.
27.10.2007, Deia
Eine Gruppe von 35 MigrantInnen flüchtete gestern Nacht aus dem Haftzentrum für Ausländer in der Zona Franca in Barcelona. Die 150 Inhaftierten hatten sich versammelt und eine Tür ausgehebelt, informierte die Policía Nacional. (Artikel in spanischer Sprache)
27.10.2007, Vorarlberg online
Spanische Fischer haben vor der Küste Senegals ein Holzboot mit sieben toten Flüchtlingen sowie einem Überlebenden entdeckt. Dutzende weitere Passagiere würden vermisst, teilte die spanische Küstenwache am Donnerstag mit.
Der Überlebende habe angegeben, dass das Boot ursprünglich mit 54 Passagieren an Bord gestartet sei. Das Innenministerium gab ab, die Anzahl der Passagiere sei noch nicht bestätigt. Nach Angaben der Küstenwache wurde das Boot am Mittwochabend etwa 300 Meilen westlich von Senegal gefunden und war bereits 20 Tage unterwegs. Ein spanisches Rettungsboot wurde entsandt, um die Leichen und den geretteten Passagier auf die kanarischen Inseln zu bringen.
25.10.2007, Die Presse, Wien
Vor der Küste Westafrikas sind möglicherweise 50 Flüchtlinge im Atlantischen Ozean ertrunken. Ein spanischer Fischkutter habe in der Nähe der Inselstaats Kap Verde ein Boot mit sechs Leichen und einem Überlebenden an Bord ausfindig gemacht, teilte der Madrider Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba am Donnerstag mit. Das Boot sei nach Aussagen des Überlebenden mit 57 Afrikanern an Bord in See gestochen. Die 50 übrigen Insassen würden vermisst.
25.10.2007, La Prensa Gráfica
6 der 14 MigrantInnen, die an der Küste von Oaxaca angespült wurden, sind gestern in der Kommune von Juchitán beerdigt worden. Von 6 weiteren MigrantInnen, die am letzen Dienstag im Pazifik vor Mexiko Schiffbruch erlitten, fehlt jede Spur, die Suche wurde eingestellt. Während der Beerdigung wurde ein Salvadorianer lebend von der mexikanischen Marine aus dem Meer gerettet, in dem er zuvor vier Tage hilflos getrieben war. (Artikel in spanischer Sprache)
24.10.2007, TAZ
Vor Westafrika hat sich offenbar eines der bisher größten Flüchtlingsdramen abgespielt. Nach Berichten aus Senegal sind rund 150 Menschen beim Kentern ihres Bootes auf dem Weg über den Atlantik auf die Kanaren ums Leben gekommen. Der Vorfall vor der marokkanischen Küste habe sich letzte Woche ereignet, berichtete gestern die senegalesische Tageszeitung Sud Quotidien.
24.10.2007, Times of Malta
Im Dauerregen versuchen die Flüchtlinge in Hal Far in Malta etwas Schutz in den kaputten Zelten zu finden, doch die Kälte lässt sie nicht schlafen. (Artikel in englischer Sprache)
24.10.2007, OberÖsterreich Nachrichten
Seit einigen Jahren arbeiten die EU-Länder auch im Bereich des Asylrechts immer enger zusammen. Neben Visaangelegenheiten und der Grenzsicherung ist er eines der wenigen Felder der Inneren Sicherheit, wo sich die EU-Staaten bereits zur vollen Zusammenarbeit verpflichtet haben.
In den nächsten beiden Jahren soll überhaupt ein EU-weit einheitliches Verfahren geschaffen werden. Die EU plant auch eine Datenbank über die Herkunftsländer, um die individuelle Beurteilung zu verbessern.
24.10.2007, Bayerischer Rundfunk
Eine christliche Familie aus Syrien, die seit zwölf Jahren in Bayern lebt, soll heute abgeschoben werden, offenbar weil sie ihre Pässe nicht rechtzeitig beim Landratsamt vorgelegt hat. Der Bayerische Flüchtlingsrat hält die bevorstehende Abschiebung für einen Skandal. Auch der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller schaltete sich ein und forderte einen Abschiebestopp. Die Verhaftung der gesamten Familie erscheine übertrieben und stehe im Widerspruch zu den christlichen Werten unseres Landes, erklärte der Bischof.
24.10.2007, taz
Der Name ist Programm: "Gesetz zur Beherrschung der Einwanderung". Der gestern in Paris verabschiedete Text strebt weder nach mehr Integration noch nach mehr Bildung oder mehr sozialer Chancengleichheit für EinwandererInnen in Frankreich. Er will ausschließlich ihre privaten Lebensumstände erschweren. Es geht darum, den Nachzug von Familienangehörigen zu ihren legal in Frankreich lebenden Angehörigen zu verkomplizieren.
23.10.2007, Der Standard, Wien
Genf - Vor der Küste des Jemen sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) womöglich bis zu 66 Flüchtlinge aus Äthiopien und Somalia ertrunken. Überlebende hätten von 28 Toten berichtet, die sie am Strand begraben hätten. 29 Äthiopier und neun Somalier würden noch vermisst, sagte UNHCR-Sprecher Ron Redmond am Dienstag in Genf. Insgesamt wisse die UN-Organisation von 439 Flüchtlingen, die in diesem Jahr im Golf von Aden ertrunken seien. Etwa 20.000 Menschen hätten in diesem Jahr bisher versucht, in den Jemen überzusetzen.
23.10.2007, Westfälische Rundschau
Sie wollen arbeiten. Sie dürfen jetzt arbeiten. Sie dürfen jetzt doch nicht arbeiten. Seit August gilt das neue Zuwanderungsgesetz, das viele Verschärfungen für Flüchtlinge brachte - aber eben auch die eine Erleichterung: Geduldete Menschen sollen leichter eine Arbeit aufnehmen können. Doch das Gesetzespapier ist geduldig und trotz konkreter Arbeitsangebote bleibt so mancher Flüchtling Sozialhilfeempfänger.
23.10.2007, Der Standard. Wien
In Österreich fehlt das Bewusstsein, dass MigrantInnen die Arbeitskräfte der Zukunft sind
23.10.2007, Die Presse
Niederösterreichs Grünen-Chefin Petrovic hat ihre Unterstützung illegaler Ausländer verteidigt und betont, sich einem allfälligen Verfahren zu stellen. Bei einer Anti-Abschiebungsdemonstration hatte Petrovic am 9. Oktober erklärt: "Ich gehöre zu denen, die mithelfen, Menschen zu verstecken, weil ich nicht anders kann." BZÖ-Chef Westenthaler hatte Petrovic deshalb angezeigt.
23.10.2007, news.search.ch
Mindestens 14 Flüchtlinge sind vor der Pazifikküste Mexikos ertrunken, weil sie Augenzeugen zufolge von Menschenschmugglern über Bord geworfen wurden.
22.10.2007, SpiegelOnline
In der Nähe des Moskauer Domodedowo-Flughafens ist die Leiche eines Jugendlichen gefunden worden. Behörden gehen davon aus, dass sich der junge Asiate in einem Flugzeug versteckt hatte und aus großer Höhe abgestürzt ist.
22.10.2007, Basler Zeitung
Vor der griechischen Insel Samos sind vermutlich 17 Flüchtlinge ertrunken. Ihr Boot war beim Versuch gekentert, die rund 1,2 Kilometer breite Meerenge zwischen der Türkei und Griechenland in der Nacht zum Montag zu überqueren, berichtete am Montag das staatliche griechische Radio. Die Behörden wurden durch einen anonymen Anruf alarmiert. Eine umfangreiche Suchaktion blieb ohne Ergebnis. In der Ägäis wütet zurzeit ein schwerer Herbststurm.
22.10.2007, Frankfurter Rundschau
Amman. Bis vor einem Jahr war Emad Y. ein zufriedener Mann. Er arbeitete als Techniker im Ölministerium des Irak. Sein Sohn hatte einen guten Job als Ingenieur im Industrieministerium. Im Juli 2006 änderte sich alles schlagartig. Der Sohn, der in einer christlichen Gemeinde in Bagdad aktiv war, wurde ermordet, weil er Christ war. Binnen einer Stunde floh die Familie über die Grenze nach Jordanien. Der Exodus von Irakern ist nach Einschätzung des UNHCR "die größte Flüchtlingskatastrophe seit der Vertreibung der Palästinenser 1948".
22.10.2007, FR-Online
Die in Frankreich heftig umstrittenen Gen-Tests für Einwanderer sind in Deutschland offenbar häufigere Praxis als bisher angenommen. Nach Recherchen der Frankfurter Rundschau haben ausgerechnet Flüchtlinge, die vor dem brutalen Militärregime in Birma geflohen sind, in Hessen derzeit nur dann eine Chance, ihre Familie zu sich zu holen, wenn sie durch eine DNA-Analyse ihre Blutsverwandtschaft beweisen.
21.10.2007, Times of Malta
Am Sonntag wurde die Frontex-Mission im Mittelmeer eingestellt. „Wir können bestätigten, dass NAUTILUS wie geplant geendet hat“, verlautete aus der Europäischen Kommission. „Wir glauben, die „Saison“ der illegalen Migration ist fast vorüber, so besteht auch keine Notwendigkeit der Fortsetzung, jedenfalls nicht in diesem Jahr.“ Die Operation lief über 4 Monate in 2 Phasen. An der Mission nahmen neben der Armed Force of Malta auch Schiffe und Helikopter aus Frankreich, Deutschland, Portugal, Griechenland und Spanien teil. Man könne noch keine Bilanz ziehen, aber Malta sprach von einer geringeren Ankunft von Flüchtlingen. (Artikel in englischer Sprache)
21.10.2007, Der Spiegel
Der Kongo kommt nicht zur Ruhe. Erneut sind im Grenzgebiet zu Uganda Kämpfe zwischen Milizionären und Tutsi-Rebellen aufgeflammt. Tausende versuchen sich vor den Auseinandersetzungen in Sicherheit zu bringen. Mittlerweile sollen Hunderttausende auf der Flucht sein.
20.10.2007, Krone, Wien
99 Flüchtlinge aus Afrika haben am Freitag in einem Boot die Kanareninsel Teneriffa erreicht. Die Flüchtlinge gaben an, neun Tage zuvor an der Küste des Senegal gestartet zu sein. Seit Anfang 2007 haben bereits über 8.000 Flüchtlinge per Boot die Kanaren erreicht.
20.10.2007, Die Presse, Wien
Bei dem Versuch, illegal in die USA einzureisen, sind am Freitag mindestens 24 Menschen aus Zentralamerika vor der Pazifikküste Mexikos ertrunken. Ihr Boot sei Freitagfrüh gekentert, erklärten die mexikanischen Behörden. Einwohner eines Küstenortes hätten am Strand und von ihren Fischerbooten aus die Leichen geborgen. Die Suche nach möglichen Überlebenden und weiteren Opfern dauert noch an.
Mehr Glück hatten dagegen 99 Flüchtlinge aus Afrika. Sie haben am Freitag in einem Boot die Kanareninsel Teneriffa erreicht. Unter den Menschen auf dem kleinen Fischerboot seien auch zwölf Kinder gewesen erklärten die örtlichen Sicherheitskräfte.
19.10.2007, no-racism.net
Pro Asyl, amnesty international und das Forum Menschenrechte haben ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches sich mit FRONTEX auseinandersetzt. Wir dokumentieren hier eine Zusammenfassung des Gutachtens zu menschen- und flüchtlingsrechtlichen Anforderungen an Maßnahmen der Grenzkontrolle auf See.
19.10.2007, Deutsche Welle
Die spanische Regierung baut das teure High-Tech-Grenzüberwachungssystem SIVE aus. Es habe die Zahl der Bootsflüchtlinge stark sinken lassen, vor allem in der Meerenge von Gibraltar. Flüchtlingsorganisationen kritisieren das System scharf. Es habe die Migrationsströme nicht aufgehalten, sondern lediglich umgeleitet, sagt Brigitte Espuche von der Organisation Pro Menschenrechte in Cádiz,. "Die Einwanderer wählen immer weitere, gefährlichere Routen - wie zum Beispiel über die Kanaren". Damit steige für sie das Risiko. "Das ist für mich keine Politik die Leben rettet, sondern eine die tötet", so ihr Urteil.
19.10.2007, Lausitzer Rundschau
Bei Wind und Wetter draußen zu sein, sind sie gewohnt. Immer wieder müssen die Beamten vom deutschen und polnischen Grenzschutz, von polnischem Zoll und polnischer Landespolizei am Donnerstagmorgen ihre Ausrüstung auf dem Parkplatz der polnischen Grenzschutzinspektion Olszyna gegen Schauer abdecken. Kurz danach besichtigt eine Delegation deutscher und polnischer Inspektionsleiter, polnischer Landespolizei, von Zollverwaltung und Bundesamt für Güterkraftverkehr die «Auslagen» . Das Arsenal soll zeigen, wie beide Seiten auf Polens Schengenbeitritt vorbereitet sind.
18.10.2007, Südwest-Presse, Ulm
Die illegalen Einwanderer kommen aus verschiedenen Motiven nach Europa. Es ist also nicht zulässig, in ihnen lauter potenzielle Gesetzesbrecher oder gar Terroristen zu erblicken, wie es bisweilen die zuständigen EU-Innenminister nahe legen. Sicherheitsmaßnahmen zur Gefahrenabwehr sind notwendig, aber die Union kann und darf nicht zur Festung ausgebaut werden, weder nach Osten noch zum Nachbarkontinent Afrika hin.
18.10.2007, Vienna Online
Die Besatzung der Motoryacht "Friendship" war auf Sturm eingestellt. Doch dann kam es am frühen Morgen in der östlichen Ägäis ganz schlimm. Auf der Fahrt von Bodrum nach Istanbul wurde die Besatzung des 26 Meter langen Touristenbootes aus der Kajüte auf rote Gegenstände aufmerksam, die auf den Wellen tanzten.
17.10.2007, Die Zeit
Nicht nach Herkunft oder Religion unterscheiden sich Migranten, sondern nach ihren Zielen. Die meisten wollen sich integrieren und etwas leisten, belegt eine neue Studie.
17.10.2007, Islacanaria.net
Eines der bislang grössten Flüchtlingsboote erreichte im Morgengrauen des heutigen Dienstags (16.Oktober) die Kanareninsel La Palma. Das Boot, auf dem sich 161 afrikanische Flüchtlinge befanden, wurde gegen 05:00 Uhr am Morgen nur wenige 100 Meter vor der Küste des Gemeindegebietes Tazacorte von der Polizei entdeckt und kurz darauf von Booten der Guardia Civil und Seerettung in den Hafen geschleppt.
17.10.2007, Wienerzeitung
Bei der feierlichen Auftaktveranstaltung der Integrationsplattform kündigte Innenminister Günther Platter am Montag an, bereits im kommenden Jänner den ersten Integrationsbericht vorlegen zu wollen. Auf einen ersten Vorschlag zur verbesserten Einbindung von Zuwanderern in die österreichische Gesellschaft ließ Platter dann auch nicht lange warten. Der Minister plant, die im Integrationsvertrag vorgesehenen verpflichtenden Deutschstunden von derzeit 300 auf 600 zu verdoppeln. Die deutsche Sprache sei ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Integration, sagte Platter in der "ZiB2" am Montag.
17.10.2007, Der Standard, Wien
Im Golf von Aden sind seit Anfang September vermutlich mehr als 400 Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien ums Leben gekommen. In den rund sechs Wochen seien 137 Flüchtlinge tot aufgefunden worden, teilte die Sprecherin des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Jennifer Pagonis, am Dienstag in Genf mit. Weitere 275 Bootsflüchtlinge würden seit dieser Zeit vermisst.
17.10.2007, Die Welt
Der Polnische Grenzschutz befürchtet nach der Abschaffung der Personenkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze im Dezember Probleme in der Region. Es sei zu erwarten, dass sich dann in Polen illegal lebende Personen und anerkannte Flüchtlinge nach Deutschland aufmachten, sagte der Sprecher der Grenzschutzabteilung Lebuser Land in Krosno Odrzanskie, Andrzej Kaminski, der «Märkischen Oderzeitung» (Mittwoch).
16.10.2007, Fortress Europe
Die 50 in internationalen Gewässern am 13. Oktober vom spanischen Fischer „Corisco“ geretteten MigrantInnen sind in Tripolis (Libyen) an Land gegangen. Über ihr weiteres Schicksal weiß man jedoch nichts. Das Schlauchboot, auf dem sie fuhren, war schon halb untergegangen und völlig überfüllt. An Bord waren 42 Männer, 5 Frauen und 3 Kinder, laut Aussagen des Kapitäns alle aus dem Subsahararaum. Nun riskieren die 50 Flüchtlinge monatelange Haft und Deportation. Artikel in italienischer Sprache
16.10.2007, Fortress Europe
Ein harter Brief an die EU: Die Kooperation mit Libyen zur Eindämmung der illegalen Migration auf See darf nicht ohne eine Garantie für die Einhaltung der Menschenrechte derer laufen, die zurückgeschoben werden. Kritik, die zum richtigen Zeitpunkt kommt: die Minister wollen gerade das Mandat einholen, um die Zusammenarbeit mit Libyen zu intensivieren. Als erstes soll ein elektronisches Überwachungssystem an der Südgrenze Libyens installiert werden, die jedes Jahr von Tausenden von MigrantInnen illegal überquert wird und von wo sie die Reise zum Teil nach Italien fortsetzen, wenn sie einmal Tripolis erreicht haben. Die italienische Sektion von Amnesty International hat eine Kopie des Briefes an den italienischen Regierungssitz geschickt. Italien ist das Land, das neben Malta eine engere Kooperation mit Libyen anstrebt – eine Kooperation, die schon von der Vorgänger-Regierung begonnen wurde. Artikel in italienischer Sprache
16.10.2007, Fortress Europe
Welche Beziehungen gibt es seit 2004 zwischen beiden Ländern, vor allem in Bezug auf die Verhinderung der illegalen Migration? Hat Italien Abschiebungsflüge aus Libyen in Drittländer bezahlt? Die italienische Regierung antwortet auf eine schriftliche parlamentarische Anfrage, die am 4.Oktober von den Abgeordneten Mercedes Frias (Erstunterzeichnerin), Tana de Zulueta, Franco Russo, Iacopo venier, Elias Vacca, Sabina Siniscalchi und Graziella Mascia an das Innen- und Außenministerium gestellt wurde. Gefragt ist auch, wie sich die italienische Regierung zu der von der libyschen Küstenwache vor über einem Jahr verhafteten eritreischen Asylsuchenden verhält, die seit dem in Misratah in Haft sitzen und ihre Abschiebung riskieren. Artikel in italienischer Sprache
16.10.2007, Die Presse, Wien
Eine Nigerianerin flüchtet mit 16 vor einer Morddrohung und einer Zwangsheirat nach Österreich und lebt in Wien. Nach der Geburt ihres Sohnes am 7.1.2007 beantragt sie für ihn Asyl. Der Antrag wird abgelehnt, der Beamte entscheidet auf Ausweisung, dagegen läuft eine Berufung. Der Rechtsanwalt kritisiert den „Zynismus“ der Behörde, die Betreuungsorganisation „Asylkoordination“ fordert mehr Rechte für minderjährige Flüchtlinge.
16.10.2007, Augsburger Allgemeine
Zwei illegale Einwanderer sowie einen Schleuser nahm die Polizei Ingolstadt Montagnacht fest.
Ein mit acht Personen besetzter Kleinbus fiel Zivilfahndern an der Rastanlage Köschinger Forst auf. Kurz nach Mitternacht stoppten die Beamten den Wagen, der nach der kurzer Pause an der Raststätte seine Fahrt auf der A9 in Richtung Nürnberg fortgesetzt hatte.
16.10.2007, Wochenblatt - Die Zeitung der kanarischen Inseln
Insgesamt 109 afrikanische Flüchtlinge haben am Wochenende die Küsten von Fuerteventura und Teneriffa erreicht.
Das erste Boot erreichte Samstag früh gegen 01.30 Uhr die Küste von Fuerteventura. An Bord befanden sich 19 Personen, davon sind wahrscheinlich 16 minderjährig. 90 Personen wurden etwas später etwa 14 Meilen vor der Küste Teneriffas entdeckt und in den Hafen von Los Cristianos geleitet.
16.10.2007, Welt Online
Ein Viertel aller Franzosen hat einen Migrationshintergrund. Jetzt gibt es in Paris ein Museum zur Einwanderungsgeschichte, das der Regierung ungelegen kommt
15.10.2007, Rheinische Post
Der zentrale Anlaufpunkt in Nordrhein-Westfalen für Flüchtlinge aus aller Welt ist das Asylschiff „Siesta“ im Düsseldorfer Hafen. Dort werden die oft traumatisierten Menschen von der Kirche betreut. Aber nicht mehr lange. Die Erstaufnahmestelle soll geschlossen werden. Eine Reportage von Bord.
15.10.2007, El País, Madrid
Das spanische Fischerboot « Corisco » aus Santa Pola (Alicante) hat 50 Flüchtlinge aus dem Marghreb und dem Subsahararaum, unter ihnen 42 Männer, 5 Frauen und 3 Kindern von 2-3 Jahrenunter, circa 80 Seemeilen vor der Küste Tripolis (Libyen) gerettet. Nun wartet das Boot auf die Einfahrtserlaubnis der libyschen Behörden, um die MigrantInnen in Tripolis abzusetzen. (…) Nach Informationen des Radiosenders SER, der mit dem Kapitän der “Corisco“ sprechen konnte, ist die Situation auf dem Boot angespannt, da es an Lebensmitteln fehle und es keinen Platz für die Unterbringung so vieler Personen gibt. Zudem werde das Wetter schlechter. (Artikel in spanischer Sprache)
15.10.2007, AFP
Spanische Fischer haben rund 50 afrikanische Flüchtlinge aus den Gewässern vor der Küste Libyens gerettet. Das verlautete aus spanischen Diplomatenkreisen. Das Fischerboot fahre unter portugiesischer Flagge. Der spanische und der portugiesische Botschafter in Libyen verhandelten mit den Behörden in Tripolis über eine Erlaubnis, die Flüchtlinge an Land zu bringen
14.10.2007, Österreichischer Rundfunk
Für erhebliche Aufregung hat in Kärnten das Einschreiten der Polizei im Haus einer 63-jährigen pensionierten Lehrerin, die als Asylhelferin arbeitet, gesorgt. Mehrere Beamte seien auf der Suche nach einem Nigerianer ohne Durchsuchungsbefehl in ihr Haus eingedrungen, erklärte die ehemalige Lehrerin. Sie habe sich gefühlt wie eine Schwerverbrecherin.
13.10.2007, Neue Zürcher Zeitung
Manche Sans-Papiers geraten derart in Panik, wenn Uniformträger an ihre Wohnungstür klopfen, dass sie aus dem Fenster springen. So unlängst in Amiens ein russischer Bub, der zwei Wochen lang im Koma lag. So erst jüngst in Paris eine 51-jährige Chinesin, die an den Folgen ihres Sturzes starb. Regelmässig werden Charterflüge annulliert, weil Passagiere gegen die handfeste (und mitunter lebensbedrohende) Art protestieren, mit der Polizisten des Landes verwiesene Einwanderer traktieren, die sich dagegen wehren, ins Flugzeug zu steigen. Viele Piloten weigern sich, unter solchen Umständen abzufliegen. Protestierende Passagiere, von der Polizei als «Aufwiegler» betrachtet, landen oft vor Gericht.
13.10.2007, Die Presse, Wien
Am Freitag um 3.30 Uhr fielen einer Streife des Bundesheers zwei Männer am Bahnhof Parndorf auf. Es handelte sich um Georgier, die illegal nach Österreich eingereist waren. Für den Assistenzeinsatz des Bundesheers ein weiterer Erfolg: Es waren die Aufgriffe Nummer 1088 und 1089 in diesem Jahr. Für viele Bewohner im Grenzbereich ist das Bundesheer nicht mehr wegzudenken: Seit 1990 läuft der Grenzeinsatz bereits, 90.000 illegale Grenzgänger aus 110 Staaten wurden bisher aufgegriffen. 1900 Soldaten befinden sich ständig im Einsatz.
12.10.2007, Die Presse, Wien
„Die polnischen Grenzen sind gut bewacht“, heißt es aus dem Außenministerium in Warschau. Die Seegrenzen seien praktisch hermetisch abgeriegelt, nicht einmal ein kleines Ruderboot entgehe den wachsamen Augen der Grenzschützer. Ebenso dicht seien die Grenzen zu Kaliningrad, Weißrussland und der Ukraine, erklärt ein Warschauer Beamter. Dort seien in den vergangenen Jahren superempfindliche Ortungssysteme installiert worden. An den Übergängen würden die Lastwagen mit Röntgengeräten durchleuchtet, mit hoch auflösenden Infrarot-Kameras würden illegale Grenzübertritte registriert. „Das ist eine der am besten überwachten Grenzen in Europa“, zeigte sich jüngst ein EU-Vertreter beeindruckt.
12.10.2007, epd
Berlin (epd). Der starke Rückgang der Erwerbslosigkeit in den vergangenen zwei Jahren von knapp fünf Millionen auf 3,8 Millionen Arbeitslose im September 2007 hat fast alle Bevölkerungsgruppen erreicht: Junge, Ältere, Frauen, Männer, Hoch- und Geringqualifizierte. Nur eine Gruppe bleibt abgekoppelt: die 15,3 Millionen Migranten in Deutschland. Das birgt nach Auffassung von Ingo Behnel, Büroleiter der Beauftragten der Bundesregierung für Integration, Maria Böhmer (CDU), "Sprengstoff für die Zukunft".
12.10.2007, Kleine Zeitung, Wien
Österreichs Bundeskanzler Gusenbauer (SPÖ) hat sich gegen eine gemeinsame europäische Immigrationspolitik ausgesprochen. Im Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" lehnte er die von EU-Justiz- und Innenkommissar Frattini geplante "Blue Card" für temporäre Arbeitsmigranten ab. "Wir brauchen diese Blue Card nicht. Ich möchte nicht, dass durch europäische Regelungen unsere Arbeitsmarktpolitik unterlaufen wird."
12.10.2007, Radio MegaWelle
Für die kanarischen Bürger ist die illegale Einwanderung das größte Problem auf dem Archipel. Das ist das Ergebnis einer Umfrage nach den letzten Wahlen. 36 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es drei große Probleme auf den Kanaren gäbe. Das der Einwanderung, gefolgt von der Arbeitslosigkeit und dem Wohnungsproblem.
12.10.2007, Fortress Europe
Misratha: die Situation der inhaftierten Eritreer verschlimmert sich. 70 Menschen wurden in Zawiyah verhaftet. Es ist uns gelungen mit einigen der 600 Eritreer, die in Libyen verhaftet sind, zu sprechen. Es gibt große gesundheitliche Probleme: Krätze, Bronchitis, TBC. Aber es gibt keine medizinische Versorgung, nicht einmal für die fünf Schwangeren, von denen drei kurz vor der Geburt stehen. Inzwischen gab es eine erneute Razzia in Zawiyah, die Inhaftierten gaben an, dass sie von der Polizei ausgekleidet und mit Ketten geschlagen wurden. Artikel in italienischer Sprache
11.10.2007, marine.de
Die Fregatte KÖLN lief nach ihrem sechsmonatigen Einsatz unter der Anwesenheit zahlreicher Angehöriger wieder in Wilhelmshaven ein. Die Fregatte nahm an der Operation ENDURING FREEDOM im Seegebiet um die arabische Halbinsel teil. (...) Bei einer Schiffsabfrage hat die Fregatte ein Flüchtlingsboot entdeckt und Ersthilfe geleistet. Diesen Menschen konnte durch Lebensmitteln und Frischwasser das sichere Erreichen des nächsten Hafens ermöglicht werden.
11.10.2007, Deutsche Welle
Flucht aus Tschetschenien, ein langer Irrweg, vergebliche Hoffnung auf politisches Asyl: Stationen auf dem Weg eines tschetschenischen Flüchtlings. Eine DW-Reporterin hat ihn während seiner Abschiebung begleitet.
10.10.2007, Kurier, Wien
Jene vier Wiener WEGA-Beamten, die im April 2006 den Schubhäftling Bakary J. in einer Lagerhalle schwer misshandelt hatten, bleiben im Dienst. Auch ihre Geldstrafen wurden herabgesetzt, obwohl sie wegen "Quälens und Vernachlässigen eines Gefangenen" rechtskräftig verurteilt worden waren. (Link: die Aussage des Mißhandelten im Wortlaut)
10.10.2007, La Voz de Galicia
Die Vizepräsidentin De La Vega hat am 9.10. in Brüssel verkündet, dass es möglich wäre, die Subsaharastaaten in die Patrouillen im Atlantik mit einzubeziehen. Es gäbe ja schon gute Erfahrungen mit Senegal und Mauretanien. Die Vizepräsidentin schlug vor, technische Hilfen an die Transitländer zu vermitteln. Für 2008 sollen 32 Millionen Euros für Frontex zur Verfügung gestellt werden.Artikel in spanischer Sprache
10.10.2007, OberÖsterreich Nachrichten
Die USA schotten sich mit einem riesigen Zaun gegen illegale Einwanderer aus Mexiko ab. Dennoch kommt es auf US-Territorium immer wieder zu gespenstischen Szenen, wenn Transporte sogenannter Wetbacks auffliegen und die Wirtschaftsflüchtlinge verzweifelt zu fliehen versuchen. Österreich hatte sich bisher gegen illegale Einwanderung aus dem Norden und Osten mit Unterstützung des Heeres gewehrt. Jetzt wird die Grenze der EU, an der scharf kontrolliert wird, weit in Richtung Osten verschoben.
10.10.2007, NÖN.at
Im Zuge der Einreisekontrolle haben Grenzbeamte in Berg (Bezirk Bruck an der Leitha) am 9. Oktober in einem Lkw fünf illegale Einwanderer entdeckt. Die drei Russen und zwei Ukrainer waren auf der Ladefläche zwischen Holzpaletten versteckt gewesen.
10.10.2007, Der Standard, Wien
Der Irakkrieg wirft seine Schatten bis nach Nordfrankreich: Für zahllose Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten endet die Reise an der Ärmelkanalküste. Die meisten warten vergeblich auf eine Chance, nach Großbritannien zu gelangen.
10.10.2007, Wochenblatt - Die Zeitung der kanarischen Inseln
Das Drama der illegalen Immigration reißt nicht ab. Allein am 30. September erreichten nach offiziellen Angaben insgesamt 220 Bootsflüchtlinge die kanarische Küste. Viele, die sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf die lebensgefährliche Überfahrt im Fischerboot wagen, erreichen ihr Ziel jedoch nie.
09.10.2007, Die Welt
Brüssel - Die EU-Kommission will die Überwachung auf den Meeren und Ozeanen rund um Europa verschärfen, um gegen illegale Fischer und Einwanderer sowie Umweltsünder vorzugehen. Dafür sollen die nationalen Kontrollbehörden und Grenzschützer enger zusammen arbeiten. Außerdem sei ein modernes Observationsnetz notwendig, in dem Satelliten und Navigationssysteme zusammengeschaltet sind.
09.10.2007, Der Standard, Wien
Attila Kovács würde den Pass fälschen. Über den Fluss würde er nicht kommen. Davor hat er Angst. Gesehen hat er schon alles. Sie schwimmen, kommen mit selbst gebastelten Booten, laufen übers Eis oder hängen sich an Züge. Es sind die Ukrainer, die sich falsche Visa in die Pässe kleben. Die Moldawier und Armenier, die von einem besseren Leben im Westen träumen und dafür bereit sind, ihr Leben zu riskieren. Kovács soll sie alle aufhalten. Er befehligt die ungarische Grenzwache bei Záhony, im Dreiländereck zur Ukraine und der Slowakei.
08.10.2007, Die Presse, Wien
Ein 18-jähriger nigerianischer Asylwerber hat sich Montagnachmittag am Stadtplatz von Steyr ein Messer in den Bauch gerammt. Er hatte zuvor erfahren, dass sein Asylverfahren negativ abgeschlossen worden sei und "aufenthaltsbeendende Maßnahmen" zu setzen seien. Der Mann wurde ins Landeskrankenhaus eingeliefert. Seine Verletzungen sind ersten Information zufolge nicht lebensgefährlich. Der junge Mann äußerte gegenüber Bekannten, dass er verzweifelt sei. Er wolle nicht ins Gefängnis und abgeschoben werden, lieber wolle er in Österreich sterben.
08.10.2007, Basler Zeitung
Athen. AP/baz. Die griechischen Behörden haben am Montag auf einem Schiff vor der Westküste des Landes 117 Flüchtlinge festgenommen. Nach drei Vermissten wurde gesucht, wie das Handelsmarineministerium erklärte. Die Behörden waren auf die unter ägyptischer Flagge fahrende «Elamiradam» aufmerksam geworden, weil sie etwa sieben Kilometer vor der Südküste der Insel Zakynthos nachts ohne Licht fuhr.
08.10.2007, Radio MegaWelle
Nicht auf den Kanaren sondern an der Südküste Spaniens sind am Wochenende mehr als 150 illegale Flüchtlinge angekommen. Insgesamt 10 Pateras erreichten Almería und Cadíz in Andalusien. Die Flüchtlingen stammten größtenteils aus Marokko und Algerien. Die meisten waren in einem guten gesundheitlichen zustand. Um fast 70 Prozent ist die Flüchtlingswelle auf die Kanarischen Inseln in diesem Jahr zurückgegangen. Dafür erreichen immer mehr Boote andere spanische Ziele.
07.10.2007, Basler Zeitung
Almería. DPA/SDA/baz. Die spanische Küstenwache hat am Wochenende rund ein Dutzend Flüchtlingsboote mit etwa 150 Menschen an Bord vor der Südküste des Landes abgefangen. Die Insassen stammten grösstenteils aus Marokko und Algerien. Den Flüchtlingen gehe es gut, teilten die Behörden am Sonntag in Almería mit. Sie sollen sobald wie möglich in ihre Heimatländer abgeschoben werden.
06.10.2007, Die Welt
Hannover - Die auf einem Lastwagen bei Hannover entdeckten illegalen Einwanderer sind aus der zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Braunschweig verschwunden. 20 der 21 vermutlich aus Tschetschenien stammenden Flüchtlinge hätten das Zentrum mit unbekanntem Ziel verlassen, teilte die Staatsanwaltschaft in Hannover am Freitag mit und bestätigte Medienberichte.
05.10.2007, Ta Nea, Athen
"Wenn es ein Kunstwerk gibt, dass man auf der Biennale in Athen nicht verpassen sollte, dann ist es 'Die Liste'", findet Evi Elyftheriadoum Ta Nea, die die Liste in Kooperation mit der Ausstellung abdruckt. "Es ist eine Liste mit 8855 Namen von Menschen im Alter zwischen 18 Monaten und 70 Jahren. Diese Liste ist beschämend, denn diese Menschen haben zwischen 1993 und 2007 nach Europa zu kommen versucht und dabei ihr Leben gelassen. Die europäischen Grenzen sind schwer zu überwinden, der europäische Traum ist mörderisch für Tausende von Immigranten, die ihre Länder verlassen.
05.10.2007, Die Presse, Wien
Eine neue Flüchtlingswelle hält die süditalienische Insel Lampedusa im Schach. Innerhalb von 24 Stunden sind fast 600 Flüchtlinge gelandet, darunter zwei Neugeborene. Wie die italienischen Behörden am Donnerstag mitteilten, kamen die illegalen Zuwanderer in acht Booten an. Allein am Mittwoch wurden mehr als 300 Flüchtlinge aufgegriffen. Sie wurden in das Auffanglager der Insel untergebracht.
04.10.2007, Radio MegaWelle
Frontex bleibt auch im kommenden Jahr bestehen. Das beschlossen gestern die spanische Regierung und die Europäische Kommission. Die Vizepräsidentin der spanischen Regierung, María Teresa Fernández de la Vega, betonte bei der Versammlung wie wichtig der Einsatz der Frontexoperation vor den Küsten Afrikas sei. Franco Frattini, Vizepräsident der Europäischen Kommission bestätigte, dass die Mission von Frontex ab Februar permanent fortgesetzt wird. 72 Millionen Euro wird die Europäische Kommission dafür zu Verfügung stellen.
04.10.2007, Der Standard, Wien
Rom - Seit Beginn des Jahres sind 1.096 Menschen bei dem Versuch, in ein EU-Mitgliedsland zu flüchten, ums Leben gekommen. Wie die italienische Organisation "Festung Europa" am Mittwoch in Rom mitteilte, starben allein im September 99 Flüchtlinge. Die Zahlen der Organisation basieren vor allem auf Medienberichten aus Spanien, Griechenland, Italien und Malta. Diese Mittelmeeranrainer sind bevorzugte Ziele der Flüchtlinge, von denen viele bei der Überfahrt aus Afrika mit seeuntüchtigen Booten in Not geraten.
03.10.2007, Frankfurter Rundschau
Vor vier Tagen in der östlichen Ägäis: Vor der griechischen Insel Lesbos entdeckt der Kapitän eines türkischen Fischkutters elf schiffbrüchige Afghanen. Die Leichen von mindestens 15 Menschen treiben im Meer. Der Kapitän nimmt die Überlebenden an Bord. Griechische und türkische Küstenwache verweigern ihm das Anlaufen eines Hafens. Erst nach zehn Stunden erlauben ihm die Türken die Einfahrt in einen Hafen.
03.10.2007, Vorarlberg online
190 Immigranten sind am Mittwoch vor der italienischen Insel Lampedusa südlich von Sizilien aufgegriffen worden. Die Flüchtlinge befanden sich an Bord von vier Fischerbooten, berichtete die italienische Küstenwache.
Ein Militärschiff rettete 76 Passagiere von einem Boot, das sich 80 Kilometer südlich von Lampedusa befand. Ein weiteres mit 17 Immigranten wurde unweit des Hafens von Lampedusa entdeckt. In der Nacht auf Mittwoch wurden insgesamt 97 Immigranten aus zwei weiteren Booten aufgegriffen. Sie wurden in das Auffanglager der Insel untergebracht.
Nach Angaben des Innenministeriums ist die Zahl der Immigranten, die über das Meer Italien erreicht haben, rückläufig. Seit Jahresbeginn wurden 12.419 Personen aufgegriffen, im Vergleichszeitraum 2006 waren es 14.511 gewesen.
02.10.2007, El Dia
Die Frontex-Operationen könnten 2008 wegen mangelnder finanzieller Unterstützung eingestellt werden, so Ilkka Laitinen am 1.10.2007, zitiert aus Quellen der EU. Laitinen stellt am 1.10. die Einsätze in einem informellen Treffen der Justiz- und Innenminister vor und machte noch einmal deutlich, dass es an Mitteln fehle. Artikel in spanischer Sprache
02.10.2007, Radio MegaWelle
Auf Grund Geldmangels droht der Frontexoperation im kommenden Jahr das Aus. Das teilte Frontexgeschäftsführer Ilkka Laitinen mit. Da von der EU keine Gelder mehr vorgesehen sind, gehen dem Unternehmen selbst auch die Mittel aus. Seit knapp einem Jahr bewachen Patrollienschiffe die Küsten Afrikas um die illegalen Flüchtlinge an ihrer Weiterfahrt zu hindern.
02.10.2007, Radio Vatikan
Die 37-jährige Rechtsanwältin des Jesuiten-Flüchtlingsdienst auf Malta, Katrine Camilleri, hat heute vom UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) die diesjährige Nansen-Auszeichung erhalten. Katrine Camilleri habe sich mutig dafür eingesetzt, Flüchtlinge und Asylsuchende zu schützen, heisst es in der Begründung. Die steigende Zahl von Flüchtlingen auf Malta hat in den vergangenen Jahren eine heftige innenpolitische Diskussion ausgelöst. Als Reaktion auf die starke Zunahme von Flüchtlingen begann der Flüchtlingsdienst der Jesuiten im Jahr 2002, Asylsuchende zu unterstützen. Gegenüber Radio Vatikan sagt Camilleri dazu:
01.10.2007, Radio MegaWelle
220 Afrikaner haben am Sonntag die Kanarischen Inseln erreicht. Schon in den frühen Morgenstunden haben Flugzeuge der Seerettung die Cayucos vor Teneriffa, Lanzarote, Gran Canaria und El Hierro gesichtet. 131 von ihnen kamen am Hafen von Los Cristianos an. Darunter 19 Minderjährige. El Hierro erreichten 11 Immigranten. Ein Boot mit acht Männern kam auf Gran Canaria an. Sieben von ihnen waren jünger als 18 Jahre. Grund der Flüchtlingswelle ist der derzeit ruhige Atlantik mit geringem Wellengang. Während auf den Kanaren neue Afrikaner ankamen, wurden fünf der neun Marokkaner, die am 7. September an der Küste vor Gran Canaria ertranken in ihrer Heimat beerdigt. Es war das erste Mal, dass Immigranten zu Hause im Beisein ihrer Familie bestattet werden konnten. Die meisten verunglückten Flüchtlinge werden anonym auf kanarischen Friedhöfen beigesetzt.
01.10.2007, The New York Times
Eine amerikanische Flüchtlingshelferin, die haitianische Asylbewerber begleitete, ist von kanadischen Behörden wegen Schlepperei angeklagt worden. Nach Auksunft ihrer Anwälte ist es das erste Mal, daß ein im Jahr 2002 erlassenes Gesetz gegen kriminellen Menschenschmuggel auf einen Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe angewendet wird. Die 65jährige Janet Hinshaw-Thomas, Gründerin von "Prime - ökumenische Flüchtlingshilfe" in Pennsylvania, war am Sonntag am kanadischen Grenzübergang Lacolle in Quebec festgenommen worden. (Meldung in englischer Sprache)